Lich (mlu). Mit Kreativität und viel Geduld haben die Turmfreunde Lich die finanziellen Mittel für ihr Projekt aufgetrieben und bereitwillig haben sich die Bürger an ihren Spenden- und Stufen-Patenschafts-Aktionen beteiligt.
Die »Erdbeertruppe« hat bei der zweijährige Sanierung ganze Arbeit geleistet. (Fotos: mlu)
Am Ende reichte es für die 80 000 Euro, derer es bedurfte, um das ambitionierte und nunmehr vor seinem Abschluss stehende Projekt zu realisieren.
Auch Kirche und Stadt trugen ihren Teil dazu bei, dass der Licher Stadtturm nun endlich begehbar wird, bald jeder die Möglichkeit hat, die Aussicht zu genießen, mit der der Türmer in seiner über 40 Meter hoch gelegenen Wohnung unter der Kuppel bis 1912 seine Tage begann und beschloss. Denn bis auf den Rundgang über der Turmuhr wird der schwindelfreie Besucher künftig das Gebäude aus dem 15. Jahrhundert erklimmen können.
Urig ist es da oben, wo jetzt Tauben und Eulen nisten. Mit der Montage von Podesten, die die Stahlholmen der eingebauten Treppenkonstruktion miteinander verbinden, beendete die »Erdbeertruppe« - das ist der Stammtisch der Abteilung »Zweiter Weg« des TV Lich - die zweijährige Sanierung des mittelalterlichen Bauwerks. Zu verrichten bleiben der Einbau der elektrischen Beleuchtung und, ganz wichtig: die Ertüchtigung der Statik, was beides noch während der Sommerferien geschehen soll. Im Wesentlichen ist aber alles fertig. Und im September ist es dann soweit, dass der Stadtturm offiziell für die Öffentlichkeit geöffnet, man möchte fast sagen, seinen Bürgern übergeben werden kann.