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Kein Trend, sondern eine Notwendigkeit für alle

Artikel vom 06.06.2010 - 19.41 Uhr

Kein Trend, sondern eine Notwendigkeit für alle

Lich (mlu). Etwas kleiner aber dafür konzentrierter als 2008 fand am Wochenende die zweite, von der Stadt Lich und der Energieberatungsgesellschaft (EBG) veranstaltete Energiesparmesse im Bürgerhaus statt. Dem Schirmherr, Bürgermeister Bernd Klein, war deren Eröffnung am Samstag ein besonderes Anliegen.
Bezüglich der Resonanz kein Vergleich zur Premiere: Zwischen den verschiedenen Ständen herrschte zum Teil gähnende Leere.
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Bezüglich der Resonanz kein Vergleich zur Premiere: Zwischen den verschiedenen Ständen herrschte zum Teil gähnende Leere.
Denn Energiesparen ist kein Trend, dem man sich anschließt oder auch nicht, sondern eine Notwendigkeit, die Kommunen, Unternehmen und private Haushalte gleichermaßen angeht: Alle sind gefordert, wenn nicht gezwungen, Energiekosten zu senken.

Über verschiedene Möglichkeiten effizienterer Energienutzung informierten 13 vorwiegend regionale Unternehmen unterschiedlicher Branchen sowie eine Reihe von fachbezogenen Vorträgen über innovative Heiztechniken oder das Fahren ohne Ölwechsel.

Aber ehe der Verbraucher sich entschließt, für energetische Sanierungsmaßnahmen Geld in die Hand zu nehmen, muss er wissen, an welcher Stelle er den größten Einsparnutzen erzielen kann. Die Sensibilisierung für den eigenen Energieverbrauch ist der erste Schritt zum Sparen. Während Autofahrer ihren Treibstoffverbrauch kennen und kontrollieren, haben Hausbesitzer in der Regel nur eine vage Vorstellung vom Energiebedarf ihres Eigenheims. Spätestens dann, wenn eine Immobilie verkauft oder vermietet werden soll, kann das teuer zu stehen kommen. Denn wer auf Anfrage des Käufers mittels eines Energieausweises die technischen Daten seines Hauses nicht in aller Transparenz darzulegen vermag, macht sich einer Ordnungswidrigkeit schuldig, die vom Gesetzgeber mit bis zu 15 000 Euro geahndet werden kann.

Den schonenden Umgang mit Energie in den Köpfen der Menschen wach zu halten, umgekehrt aber zur heimischen Wertschöpfung beizutragen, bezeichnete Klein daher als vordringliche Ziele der Messe.

Dass die Nutzung regenerativer Energie kein Novum ist, belegen nicht nur allenthalben auf Haus- und Scheunendächern sichtbare Solaranlagen, sondern auch mit nachwachsenden Rohstoffen bepflanzte Felder. Einen eindeutigen Trend gibt es in der Anwendung moderner Technologien allerdings nicht. Denn die individuellen Gegebenheiten eines Hauses lassen je unterschiedliche Sanierungskonzepte ratsam erscheinen. »Der gesunde Mix ist wichtig«, meint EBG-Geschäftsführer Carsten Held, denn die Forcierung einer Strategie führte zwangsläufig wieder zur Ressourcenverknappung.

Energiesparen macht nur dann Sinn, wenn es sich auch mittelfristig lohnt. Daher war auch die Finanzierung energetischer Sanierungen ein Thema der Messe. Die wird ab nächsten Monat wieder schwieriger, wenn die Subventionierungsprogramm des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle auslaufen.

Ferner ging es auch um Gesundheit, etwa in Sachen Mauertrockenlegung, die das Raumklima optimiert oder der Reduzierung von Elektrosmog durch Informationsübertragung, durch die die Energiefelder, in denen wir uns bewegen, neu geordnet bzw. »naturalisiert« werden.

War die erste Energiesparmesse in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle mit etwa 2000 Besuchern ein lupenreiner Erfolg, so machte das Sommerwetter den Veranstaltern in diesem Jahr einen ordentlichen Strich durch die Rechnung. Nicht einmal halb so viele Menschen nutzen das kostenlose Beratungs- und Aufklärungsangebot.

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