Lich (dv). Auf der Treppe des Licher Rathauses eröffnete Bürgermeister Bernd Klein den 25. Historischen Markt, umringt von Gästen aus Budakeszi und dem eigenen Magistrat, der sich in historische Gewänder geworfen hatte. Der Vorsitzende des Gewerbevereins Hans-Jürgen Schäfer wünschte dem Markt einen guten Verlauf, Marktmeisterin Christiane Agel gab mit der Glocke das Zeichen zum offiziellen Beginn.
Historischer Markt in Lich: Das Muss-Motiv für die Chronisten zeigt den Magistrat und die Gäste der Stadt auf der Rathaustreppe. (Fotos: dv)
Dann folgte ein Rundgang des Magistrats mit den Gästen zum Stadtturm und durch den Markt mit einem Stopp beim Zelt des Arbeitskreises Tata, der die marokkanischen Partner vertrat.
Am Vormittag umlagerte ein Kinderflohmarkt den Marktplatzbrunnen. Um die Mittagszeit füllten sich allmählich die Marktgassen, und die Händler boten ihre Waren feil. Das Angebot war vielfältig — mit Korbgeflecht und Schnitzerein, Rentierfellen, Keramik und Blumengestecken, Namenstässchen und Modeschmuck. Daneben eine Vielfalt kulinarischer Angebote. Am Hessentagsbrunnen lud die Freiwillige Feuerwehr Eberstadt zum Mannschaftswettkampf mit einer historischen Löschpumpe an. Auf der Aktionsfläche Kirchenplatz gab es Darbietungen der Tanzgruppen des TV Langsdorf, der Tanzschule Theuerl und der Tanzgruppe aus Budakeszi. Im Schlosspark hielt der »Kriegerclan zu Lich« seinen fünften Mittelaltermarkt ab mit »Tavernenspektakel« und abendlichem Feuerwerk.
Hornsignale der Jagdhornbläser leiteten den Abend auf dem Kirchenplatz ein, der Schützenverein marschierte auf. Das traditionelle Historische Spiel hatte in diesem Jahr die Chatten und Römer am Licher Limes zum Thema. Von Gerhard Pappe stammte dazu die Komödie »Wir haben ein Weltreich zum Stehen gebracht«. Vor den Grenzpalisaden als Bühnenbild spielte sich das Geschehen ab, das mit allerhand Spektakel, einer Liebesgeschichte zwischen den Parteien und anschließender Verbrüderung endete.
Unter den Besuchern Gäste aus Budakeszi in Ungarn und Dieulefit in Südfrankreich
Hernach eröffnete Bürgermeister Bernd Klein - noch als Chatte - das Altstadtfest. Der KK-Schützenverein in seiner historischen Aufmachung marschierte zur Ernennung des neuen Ehrenkanoniers in den Park. Das Geschehen verlagerte sich zum Hessentagsbrunnen und zu den Bewirtungsständen in den Marktstraßen. Dort herrschte reges Leben. Auch aus den Stadtteilen und anderen Gemeinden sah man bekannte Gesichter beim gemütlichen Schwatz. Unter den Besuchern die Gäste aus Budakeszi/Ungarn und Dieulefit/Südfrankreich. Einige Aussteller gefielen mit historischem Habitus.
Der Sonntag begann am Kirchenplatz mit dem Fassbieranstich durch Bürgermeister Klein, begleitet vom Weckruf der Jagdhornbläser. Mit Ausstellungen und anderen Darbietungen war das Angebot am Rand des Marktgeschehens groß. Zudem öffneten am Nachmittag die Geschäfte der Innenstadt. Der Muschenheimer Musikzug spielte am Rathausplatz, das Eberstädter Blasorchester am Hessentagsbrunnen.