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In Eberstadt Ärger um Hundekot

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Artikel vom 01.12.2015 - 16.43 Uhr

In Eberstadt Ärger um Hundekot

Lich (ti). Viele Hundehalter greifen heute zum Plastikbeutel, bevor sie mit ihren Vierbeinern Gassi gehen. Wurde das Behältnis vergessen, können Herrchen und Frauchen immer häufiger auf spezielle Tütenspender, so genannte Dog-Stations, zurückgreifen. In Eberstadt gibt es nun Ärger mit den Hinterlassenschaften.

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Tüten werden wohl in Eberstadt gezogen, mit dem Entsorgen klappt es wohl nicht immer.
© Tina Jung
Auch im Licher Stadtteil Eberstadt gibt es diese Dog-Stations. Das Problem mit den Hinterlassenschaften der Tiere auf Straßen und Plätzen ist damit allerdings nicht gelöst, wie das Schreiben einer Leserin, das uns erreichte, zeigt. »Immer häufiger liegen hier rund um Eberstadt gefüllte Hundekotbeutel einfach so am Wegrand. Direkt neben unserem Garten entwickelt sich gerade ein regelrechter Sammelplatz«, ärgert sich die Eberstädterin, die ihren Namen nicht nennen möchte. Auf Nachfrage erklärt sie im GAZ-Gespräch, dass nicht nur der Bereich um ihr Gartengrundstück betroffen sei. »Wenn man spazieren geht, sieht man die Beutel immer wieder herumliegen.« Ebenso wie die Haufen selbst.

Ortsvorsteher Klaus Biermann kennt das Problem, zwar liegen ihm aktuell keine Beschwerden vor, aber die Sache mit den Hundekotbeuteln sei immer mal wieder Thema. Auch der Ortsbeirat hat sich damit schon auseinandergesetzt und den Wunsch nach Mülleimern unter den Spenderboxen formuliert. Bei der Verwaltung setzt man allerdings auf das Verantwortungsbewusstsein der Herrchen und Frauchen. Hauptamtsleiter Frank Arnold erklärt auf GAZ-Anfrage, dass die Stadt bei wachsender Anzahl der Dog Stations nicht in der Lage sei, die Spender auf vorhandene Beutel und die Mülleimer auf Überfüllung zu kontrollieren.

Ordnungsamtsleiter Thomas Repp, dem in den vergangenen Wochen keine Beschwerden oder gar Anzeigen untergekommen sind, veröffentlicht mehrmals im Jahr einen Appell an die Hundebesitzer im Amtsblatt. In diesem Schreiben wird an die Vernunft der Hundehalter appelliert, unter anderem mit Hinweis auf diese »nicht zu unterschätzende Infektionsquelle«.

Etwa 20 Prozent aller Hunde seien von Spulwürmern befallen, bei jungen Hunden fast 90 Prozent, heißt es in dem Schreiben, das auch darüber informiert, dass dieser Parasit mit dem Kot ausgeschieden und seine Eier in der Erde jahrelang lebensfähig bleiben. »Eine Ansteckung führt bei Menschen zu Erbrechen, Fieber und Durchfall, in schweren Fällen sogar zu Gelbsucht und Lebererkrankungen.« Darüber hinaus weist die Stadt darauf hin, dass der Hundehalter dazu verpflichtet ist, die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners zu entsorgen - in einem öffentlichen Abfallbehälter oder in der Restmülltonne.

In Eberstadt interessiert dies einige Hundebesitzer offenbar nicht. Dieser Tage wurde sogar ein solches »Geschäft« direkt vor der katholischen Kirche liegen gelassen. Mittlerweile wurde der Haufen von Ehrenamtlichen entsorgt, die sich um das Gelände rund um das Gotteshaus kümmern. Was mit den Kotbeuteln an ihrem Gartengrundstück geschehen soll, weiß unsere Leserin aus Eberstadt nicht. Sie jedenfalls sieht sich nicht in der Pflicht. »Das ist nicht meine Sache.«

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Artikel vom 01.12.2015 - 16.43 Uhr
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