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Hallenbad fit machen für die Zukunft

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Artikel vom 12.07.2013 - 09.35 Uhr

Hallenbad fit machen für die Zukunft

Lich (us). Für rund eine halbe Million Euro wird das Dach des Licher Hallenbades erneuert und der Brandschutz verbessert. Bis Ende August ist Badebetrieb nicht möglich.

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Eine halbe Million Euro investieren Stadt und Trägerverein aktuell ins Licher Hallenbadverein. Schwerpunkt der Arbeiten ist die Dacherneuerung; hier (von links) Bürgermeister Bernd Klein, 2. Vorsitzender Andreas Becker sowie die Thomas Runzheimer und Barbara Kröck vom Wettenberger Ingenieur-Büro »E-Haus« bei einer Baustellenbegehung. (Foto: us)
»Hallenbäder sind Verschleißteile«, sagt Diplom-Ingenieur Thomas Runzheimer, und Andreas Becker, der 2. Vorsitzende des Licher Hallenbadvereins, nickt: »Oh ja!«. Aktuell kostet der »Verschleiß« eine halbe Million Euro. Mit der Sanierung des Dachs stemmt der Trägerverein seine bislang größte Investition. Zwei Monate lang muss, wie berichtet, das Bad deshalb geschlossen bleiben. Bislang steht einer Wiederöffnung am letzten August-Sonntag nichts im Wege. »Wir liegen im Zeitplan«, verkündete Becker am Mittwoch bei einer Baustellen-Besichtigung mit Bürgermeister Bernd Klein und den Vertretern des Wettenberger Ingenieur-Büros E- Haus.

Eigentlich hat das Hallenbad zwei Dächer. Das große, das die Schwimmhalle überspannt, wird komplett erneuert. Beim kleineren über Umkleiden, Foyer und Gastronomie beschränkt man sich auf eine Sanierung. Es war vor rund 15 Jahren schon einmal erneuert worden, doch in dem hohlen Dachraum moderten die Balken , so dass eine neue Unterkonstruktion notwendig ist. Außerdem werden diffusionsoffene Bahnen eingebaut, damit das Dach langsam austrocknen kann, berichteten Runzheimer und seine Frau und Kollegin Barbara Kröck.

Feuchtigkeit hatte auch dem großen, 40 Jahre alten Dach über der Schwimmhalle zugesetzt. Durch einen Riss drang Wasser in die Schwimmhalle ein. Die feuchten Dämmplatten wurden ebenso entfernt wie die Kieselschicht, die mit großen Schläuchen unter erheblicher Lärm- und Staubentwicklung abgesaugt wurde. Vom neuen Dach verspricht sich Runzheimer eine etwa zehnprozentige Energieeinsparung. Das klinge erst einmal überschaubar, bedeute aber in absoluten Zahlen eine ordentliche Entlastung bei den Betriebskosten. Nach verschiedenen Investitionen in die Dämmung liegen die Heizkosten laut Becker aktuell noch bei rund 70 000 Euro im Jahr. Künftig werden es wohl 7000 Euro weniger sein. Ein wichtiger Aspekt, findet der Bürgermeister. Schließlich gehe es darum, das Bad für die Zukunft fit zu machen. Nur so könne man es für die Bürger erhalten.

Nicht nur auf dem Dach, auch im Hallenbad selbst wird gearbeitet. Der Brandschutz werde in Abstimmung mit dem Landkreis verbessert, berichtete Becker. Im Kabinentrakt etwa wurde ein weiterer Notausgang geschaffen. Das völlig verstopfte Rohrnetz der Lüftung wird ausgetauscht, ebenso die komplette Unterdecke mitsamt der Beleuchtung. Vielleicht wird auch noch ein Durchschreitebecken von der Schwimmhalle zur Liegewiese gebaut werden, damit die Badegäste das Außengelände an schönen Tagen nutzen können. Aber das ist »Luxus«, wie Andreas Becker sagt, und wird nur gemacht, wenn am Ende noch Geld da ist. Wie der 2. Vorsitzende weiter berichtete, sind überwiegend heimische Firmen bei der Auftragsvergabe zum Zuge gekommen. Dabei sei es teilweise gar nicht einfach gewesen, Handwerker zum festgesetzten Termin zu bekommen. »Die Auftragsbücher sind voll.«

Bauherr der Maßnahme ist eigentlich die Stadt, denn die ist Eigentümerin des Bades. Sachbearbeiter Marco Römer ist auch in alle Entscheidungen eingebunden, aber den größten Teil der Arbeiten erledigt der Vorstand des Trägervereins. »Eine Riesenerleichterung«, sagt Bürgermeister Bernd Klein und lobt die vertrauensvolle und unkomplizierte Zusammenarbeit. Allein wäre die Stadt nicht in der Lage, diese Leistungen zu erbringen. Auch wenn es ans Bezahlen geht, kooperieren Stadt und Verein. Von den auf eine halbe Million Euro taxierten Baukosten übernimmt die Stadt 200 000 Euro. Sie zahlt ihren jährlichen Investitionskostenzuschuss für fünf Jahre auf einmal aus. 180 000 Euro hat das Land Hessen aus einem Sonderinvestitionsprogramm zur Verfügung gestellt, 120 000 Euro bringt der Trägerverein aus eigenen Mitteln auf.

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Artikel vom 12.07.2013 - 09.35 Uhr
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