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Gastro-Profi mit Sinn für Kultur

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Artikel vom 08.01.2016 - 16.40 Uhr

Gastro-Profi mit Sinn für Kultur

Lich (us). Die Kinokneipe auf einem guten Weg, die Verträge mit der Stadt unterzeichnet und erste Umbauarbeiten erfolgreich abgeschlossen: Die Verantwortlichen der Licher Kulturgenossenschaft, die im Sommer 2014 gegründet wurde und ihre Arbeit zum 1. Januar 2015 aufgenommen hat, sind mit ihrem ersten Jahr zufrieden.

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Hat gut angefangen, soll gut weitergehen: Die Kulturgenossenschaft, vertreten durch Ulrich Witzmann, Sabine Wagner und Michael Pieck, sucht einen Wirt, der in die Fußstapfen von Klaus Lotz (2. von links) tritt. (Foto: us)
© Ursula Sommerlad
Eine Nachricht allerdings trübt den positiven Gesamteindruck: Klaus Lotz, der Wirt der Statt Gießen, wird zum 1. April seinen Abschied nehmen. Er hat neue Zukunftspläne. Der Vorstand der Kulturgenossenschaft muss sich also wieder auf die Suche nach einem passenden Pächter für die Kinokneipe machen. Gesucht wird ein kulturbegeisterter Gastro-Profi. Gespräche mit ersten Interessenten laufen bereits.

Im Großen und Ganzen sind die Verantwortlichen mit der Entwicklung zufrieden. Fragt man sie nach der Haben-Seite, so fällt den Vorstandsmitgliedern Sabine Wagner und Ulrich Witzmann sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Pieck eine ganze Menge ein: Mit der Kulturgenossenschaft habe man das richtige Konzept gewählt. Dank der Kooperation mit der Stadt (sie hat die Immobilie gekauft und an die Genossenschaft verpachtet) stehe das ganze Konstrukt auf einer soliden Basis, sodass die konkrete Arbeit beginnen konnte. Und die Kneipe sei mit Klaus Lotz gut gestartet.

Radeln auf der Traumstern-Route

Von den ersten baulichen Maßnahmen unter Regie der Kulturgenossenschaft kriegt das Kino- und Kneipenpublikum nicht viel mit, für Mieter und Mitarbeiter waren sie aber umso wichtiger. Die Energieabrechnung für Kino, Kneipe und Hinterhaus kann nun getrennt erfolgen, der Zapfkeller wurde überdacht und ein Büroraum für die Genossenschaft hergerichtet. Auch die Küche ist mittlerweile voll funktionsfähig. Am Konzept für den Hof sind die Verantwortlichen »noch am Basteln«. Weil eine der neuen Freizeitrouten für Radwanderer, die der Landkreis ausweist, nicht nur »Traumstern-Route« heißt, sondern auch durch Lich führt, will man die Bedürfnis von Radlern berücksichtigen und eine Tankstelle für E-Bikes einrichten. Der barrierefreie Ausbau und die energetische Sanierung des Gebäudekomplexes und der Anschluss ans Fernwärmenetz stehen auf der Wunschliste. Aber das kostet...

Doch jetzt zunächst einmal ein neuer Pächter gefunden werden. Dass Klaus Lotz geht, bedauern Vorstand und Aufsichtsrat sehr. Die Zusammenarbeit sei gut gewesen, sagen Witzmann und Pieck. Der Wirt, in Lich fest verwurzelt, habe mit eigenen Veranstaltungen wichtige Akzente gesetzt und ein bunt gemischtes Publikum angezogen. So holte er die legendäre »Wurst-Erika« für ein eintägiges Gastspiel zurück nach Lich. Und demnächst wird Thomas Rosignol, der einst Platten im »Schuppen«, jener legendären Licher Disco in der Braugasse, auflegte, die Statt Gießen beehren.

»Man muss die Kinobesucher haben und man muss die Licher haben«, erläutert Lotz das Konzept, das ihm eine Umsatzsteigerung bei Bier von 130 Prozent eingebracht habe. Doch nun schmiede er andere Zukunftspläne. Zum 1. April 2016 ist für ihn in der Statt Gießen Schluss.



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Artikel vom 08.01.2016 - 16.40 Uhr
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