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Fachausschuss für Memoriam-Garten in Lich

Artikel vom 25.01.2012 - 18.41 Uhr

Fachausschuss für Memoriam-Garten in Lich

Lich (mlu). Nachdem die Einführung eines sogenannten »Memoriam-Gartens« in Grünberg bereits beschlossene Sache ist, denkt nun auch die Stadt Lich über diese alternative Bestattungsform nach. Um was es genau geht, erklärte Sabrina D. Regener von der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen im Sozialausschuss.

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Ein Memoriam-Garten (wie hier in Wiesbaden) ist als alternative Bestattungsform auch in Lich im Gespräch. (Archivfoto: HGV)
Zeitmangel aufgrund von Berufstätigkeit, Ortsferne oder das Alter machen es für viele Hinterbliebene schwierig, sich um die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen zu kümmern. Alternative Bestattungsformen wie der Ruheforst, das Rasengrab oder ein Kolumbarium tragen dieser gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung. Nachdem in Lich über die Einrichtung eines Ruheforstes nachgedacht worden war, brachte Walter Reber vom Licher Blumengeschäft Volz seine Sorge zum Ausdruck, dass ein Ruheforst zu Lasten von Steinmetzen, Bestattern und Friedhofsgärtnern gehe und regte daher das Konzept des Memoriam-Gartens an.

Der Memoriam-Garten ist ein Ort innerhalb eines Friedhofes, der in seiner organischen Gestaltung an einen Garten erinnert. Anders als ein konventioneller Friedhof im Schachbrettmuster entsteht er nicht sukzessive, sondern würde in einem einmaligen Bauakt fertiggestellt. Die Grabstellen, die sich teils in kleinen Ensembles, zuweilen auch unter Bäumen oder am Fuße kleiner Trockenmauern befinden, werden quasi bereitgestellt – Sitzgelegenheiten, Wasserspiele, Kunstobjekte und eine botanischen Vielfalt sollen Trauern und Gedenken in würdevoller Umgebung ermöglichen.

 

Unternehmen übernimmt Grabpflege

 

Mit dem Erwerb der Nutzungsrechte würde ein Dauergrabpflege-Vertrag geschlossen, der mit dem Ableben des Kunden in Kraft träte, erläutere Sabina D. Regener. Die Pflege- beziehungsweise die Nutzungsdauer orientierte sich an der hiesigen Friedhofssatzung. Die Grabpflege würde ein im Rahmen dieses Vertrages beauftragte Unternehmen übernehmen. Beim Ankauf der Grabstelle entscheidet sich der Kunde für Erdbestattung oder Urnenbeisetzung, Partner- oder Einzelgrab. Da eine homogene Landschaft angestrebt wird, sind seine Auswahlmöglichkeiten bezüglich des Materials und der Form von Gedenksteinen jedoch eingeschränkt. Anonyme Bestattungen sind in diesem Konzept nicht vorgesehen.

Die Zahlung würde bei dieser Form der Bestattung beim Ankauf der Grabstelle fällig, praktisch vorfinanziert. Die Kosten, so Regener, sollten sich in derselben Größenordnung bewegen wie jene, die für konventionelle Bestattungen zu entrichten sind. Sie empfahl dem Gremium, zunächst zehn Prozent der Bestattungsfläche in einen Memoriam-Garten zu verwandeln. Sollte die Bestattungsform gut angenommen werden, könne das Modell auch in den Stadtteilen angeboten werden.

Der Sozialausschuss stimmte dem Beschlussvorschlag zur Einrichtung eines Memoriam-Gartens bei einer Enthaltung einstimmig zu.

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Artikel vom 25.01.2012 - 18.41 Uhr
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