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Elektrokleingeräte-Feldversuch in Fernwald und Lich

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Artikel vom 10.07.2014 - 19.24 Uhr

Elektrokleingeräte-Feldversuch in Fernwald und Lich

Gießen (no). Im kommenden Jahr startet die von Dezernentin Dr. Christiane Schmahl (Grüne) verantwortete Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung einen Feldversuch: In Steinbach sowie in Lich, Muschenheim und Bettenhausen sollen Sammelcontainer für alte, als unbrauchbar geltende Elektro(nik)-Kleingeräte aufgestellt werden.

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Am Donnerstag stimmte der Umweltausschuss des Kreistages in einer von Heike Habermann (Grüne) geleiteten Sitzung im Landratsamt diesem auf zwei Jahre ausgelegten Pilot zu, der im Sommer 2013 von der Koalition aus SPD, Freien Wählern und Grünen beantragt worden war.

Das Vorhaben basiert auf einem Kurzgutachten der Mannheimer Teamwerk AG, das seinerseits vorschlägt, hierfür – einer höheren Akzeptanz der Bürger wegen – auf angestammte Abfallcontainer-Stellplätze zurückzugreifen. Teamwerk-Mitbetreiber Martin Adams nannte die mit den Kommunen bereits abgestimmten Versuchsorte insofern ideal, als dass man dort »repräsentative Ergebnisse erzielen« könne. Die Behältnisse sollten drei bis vier Kubikmeter Füllmenge aufweisen; das reiche zur monatlichen Leerung. Wichtig auch die sogenannten Schüttschwingen, wie man sie von der Kleidersammlung kenne: Sie vereitelten den Erfolg von Dieben, die es auf Metall absehen.

Und die Kosten? Unterm Strich nannte Adams für zwei Jahre etwa 20 000 Euro. Zu Buche schlagen Ausgaben für Stellplatzmiete, Kontrolle, Reinigung, Containermiete, Abfuhr und Verwaltung. Auf der Einnahmenseite stehen die Verwertung der Geräte (Rohstoffkreislauf) und Ersparnisse bei den anderen Abfallmengen, etwa beim Restmüll. Denn, so sagte der Gast aus Mannheim, allzu oft landeten defekte Rasierapparate, Haartrockner, Brotröster, Küchengeräte, Radios oder Ventilatoren in der grauen Tonne, wo sie nun einmal gerade nichts verloren hätten. Wegen »überschaubarer Kosten« halte er den Versuch für sinnvoll. Und das ungeachtet möglicher neuer Kreislaufgesetze, die aus Berlin und Brüssel zu erwarten seien. »So haben Sie die hand auf den Stoffströmen und nicht der Handel.«

Udo Liebich, Referent der Landrätin und privat Licher Kommunalpolitiker, regte an, Nieder-/Ober-Bessingen und Eberstadt den Vorzug vor Bettenhausen und Muschenheim zu geben. Antwort Schmahl: Das waren Vorschläge der stadtverwaltung Lich.

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