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Einrichtung einer Nachmittagsbetreuung für 20 Grundschüler

Artikel vom 27.08.2009 - 20.34 Uhr

Einrichtung einer Nachmittagsbetreuung für 20 Grundschüler

Lich (mes). Dem rapide steigenden Bedarf an Nachmittags- und Hausaufgabenbetreuung für Grundschüler in Lich wurde nun mittelfristig Rechnung getragen. Eine Kooperation der Erich-Kästner-Schule mit dem Kindergarten »Gründchen« und dem Seniorenbeirat kommt den Schülern der Vorklassen zu Gute. Bürgermeister Bernd Klein nahm dies zum Anlass, am Donnerstag zu einem Pressetermin im Kindergarten »Gründchen« einzuladen. Zusammen mit Jürgen Vesely, dem Schulleiter der Erich-Kästner-Schule, und Sandra Haberland, der Leiterin des Kindergartens, begrüßte der Licher Verwaltungschef die freiwilligen Helferinnen, die dem Aufruf des Seniorenbeirats gefolgt waren.
Freuten sich über das neue Betreuungsangebot für Grundschüler in Lich (v. l.): Bürgermeister Bernd Klein, Helga Lehmann (Vorsitz
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Freuten sich über das neue Betreuungsangebot für Grundschüler in Lich (v. l.): Bürgermeister Bernd Klein, Helga Lehmann (Vorsitzende des Seniorenbeirats), Sandra Haberland (Leiterin des Kindergartens »Gründchen«), Dagmar Nixdorf, Frauke Schellenberg, Margit Trute, Angelika Schneider und Jürgen Vesely (Leiter der Erich-Kästner-Schule). (Foto: mes)
Seit einigen Jahren bietet die Erich-Kästner-Schule eine Schülerbetreuung bis 14 Uhr an, die von Eltern ehrenamtlich übernommen wird. Doch die Nachfrage nach längeren Betreuungsangeboten stieg stetig. Da es sowohl an entsprechenden Räumlichkeiten als auch einem erweiterten Betreuungsangebot fehlt, hatte sich die Stadt Lich kurzfristig entschlossen, die Kooperation zwischen Kindergarten und Schule zu fördern und eine Schülerbetreuungsgruppe einzurichten. Die Betreuung wird ehrenamtlich von Senioren übernommen.

Das Personal des Kindergartens wurde ebenfalls zum neuen »Schuljahr« aufgestockt und die Öffnungszeiten verlängert. Statt bisher neun Erzieherinnen, inklusive Leiterin, sind es nun 13. Es werden insgesamt 120 Kinder in fünf Gruppen betreut. Eine dieser Gruppen ist für 20 Schulkinder reserviert. Klein bedankte sich noch einmal für die Bereitschaft der Kindergartenleitung und der Freiwilligen, die diese mittelfristige Lösung erst möglich gemacht haben. Trotz der angespannten finanziellen Lage habe die Stadt weitere Gelder für den langfristigen Ausbau der Erich-Kästner-Schule zu einer Ganztagsschule beim zuständigen Schulträger beantragt.

Neben der nun geregelten Betreuung für die Kinder der Vorklassen ist es ein weiteres Ziel, die Generationen zusammenzuführen. Die Erfahrung der älteren Mitbürger soll an die junge Generation weitergegeben werden.

Das neue Betreuungsangebot sieht zunächst so aus, dass die Kinder von der Schule abgeholt und zum Kindergarten begleitet werden. Nach und nach sollen die Jungen und Mädchen lernen, auch allein zur Kita zu laufen. Die Senioren werden vorwiegend bei der Hausaufgabenbetreuung helfen und gegebenenfalls Projekte in den Ferien anbieten.

Durch die enge Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule werde eine »optimale Rund-um-Versorgung« ermöglicht. Dadurch biete sich auch der Schule die Möglichkeit, die »außerschulische Entwicklung« der Kinder zu beobachten und nach Rücksprache mit dem Kindergarten bei Bedarf geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Vesely betonte, wie wichtig ein geregelter Tagesablauf und eine klare Struktur für die Kinder seien. Viele hätten durch die Berufstätigkeit der Eltern keine geregelten Mahlzeiten und niemanden, der nach den Hausaufgaben schaut. Die Schule habe erkannt, dass das bisherige Schulsystem nicht mehr zeitgemäß sei, möchte darauf mit einem Ganztagsangebot reagieren.



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Artikel vom 27.08.2009 - 20.34 Uhr
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