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Effizient arbeiten - und abends zufrieden nach Hause gehen

Artikel vom 31.08.2010 - 12.00 Uhr

Effizient arbeiten - und abends zufrieden nach Hause gehen

Grünberg/Hungen/Laubach/Lich (us). 18 Führungskräfte aus den Stadtverwaltungen von Grünberg,Hungen, Laubach und Lich haben gemeinsam eine Fortbildung absolviert. In fünf Modulen haben sie im Laufe des letzten Jahres viel über Mitarbeiterführung, Konliktmanagement und teamorientiertes Arbeiten gelernt.
Immer weniger Menschen sollen immer komplexere Aufgaben bewältigen - dieses Phänomen kennt man überall in der Arbeitswelt, auch in den öffentlichen Verwaltungen. Wie schafft man es, präzise und effizient zu arbeiten und dabei abends zufrieden nach Hause zu gehen mit dem Gefühl: »Ich hab’ das heut’ gut hingekriegt«? - 18 Führungskräfte aus den Stadtverwaltungen von Grünberg, Hungen, Laubach und Lich haben sich in einer Fortbildung unter anderem auch intensiv mit dieser Frage beschäftigt. Am Montag zogen die Beteiligten in einer Abschlussveranstaltung im Licher Rathaus Bilanz, und die fiel so positiv aus, dass gleich der Wunsch nach einer Fortsetzung laut wurde.

Dass alle Investitionen in neue Hard- und Software nichts nützen, wenn man nicht auch die Mitarbeiter für die Anforderungen einer moderne Verwaltung fit macht, hatte Bürgermeister Bernd Klein bereits zum Start des Projekts im vergangenen Oktober betont. Seitdem hat sich die »erste Führungsebene« aus den vier Rathäusern in fünf Modulen unter Anleitung von Coach Hans-Joachim Pasch mit den Themen »Führung und Persönlichkeit«, »Gesprächsführung und Konfliktmanagement«, »Grundlagen des Projektmanagements« »Teamprozessen und Teamentwicklung« sowie »Selbst- und Zeitmanagement« auseinandergesetzt und dabei einen anderen Blick auf die eigene Arbeit gewonnen. Jetzt wissen die Fachbereichs- und Abteilungsleiter zum Beispiel, dass verschiedene Mitarbeiter verschiedene Arten der Ansprache brauchen - frei nach dem Motto »Man kann aus einem Rennpferd keine Schnecke machen, aber man kann die positiven Seite der Schnecke sehen.«

Doch Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement oder Motivation spielen in der Verwaltungsausbildung keine Rolle. Die Chance, sich mit solchen Fragen beschäftigen und sich dafür zwei oder drei Tage aus der Alltagsarbeit ausklinken zu können, empfand etwa Sylvia Feike (Lich) als sehr hilfreich.

Auch vor dem Hintergrund der interkommunalen Zusammenarbeit wurden die gemeinschaftlichen Seminare als nützlich beurteilt, denn alle haben gelernt, auf ähnliche Art und Weise an eine Aufgabe herangzugehen. Dirk Siebert (Hungen) und Frank Arnold (Lich), die demnächst in Sachen Bibliothek und Bauhof eng zusammenarbeiten werden, konnten gleich schon mal einige Dinge abstimmen. Und überhaupt: Man kenne sich jetzt besser. Der Griff zum Telefonhörer und die Frage »Wie macht Ihr das eigentlich?« falle da leichter. Großes Lob ging an Coach Pasch: Der habe die Module sehr lebendig gestaltet und den Teilnehmern harte Arbeit abverlangt, resümierte Gerhard Schildwächter (Grünberg).

Hart arbeiten mussten auch die vier Bürgermeister Frank Ide (Grünberg), Klaus Peter Weber (Hungen), Peter Klug (Laubach) und Bernd Klein (Lich), die alle fünf Module - getrennt von ihren Mitarbeitern - ebenfalls durchlaufen haben. Sie sind der Meinung, dass die 33 000 Euro, die die Fortbildung alles in allem gekostet hat, gut angelegtes Geld sind. »Ich hätte gerne noch mehr Mitarbeiter hingeschickt«, bekannte Peter Klug. Ein Dank aller Beteiligten galt den städtischen Gremien, die die Mittel zur Verfügung gestellt haben. Und vielleicht gibt es eine Fortsetzung. Von den Teilnehmern wurde sie jedenfalls gewünscht - in Form von jährlichen Reflexionstagen, an denen sie die Umsetzung des Gelernten überprüfen können. Bei Bürgermeister Bernd Klein stoßen sie damit auf offene Ohren: Für ihn ist Personalentwicklung, »kein statischer Prozess, der irgendwann einmal ein Ende hat.« Fürs erste ist er den Teilnehmern der Fortbildung jedenfalls dankbar, dass sie sich den Herausforderungen gestellt haben. Eine Bitte legte er ihnen dringend ans Herz: Sie sollen sich mit den neugewonnenen Kenntnissen nicht wegbewerben, denn: »Wir brauchen Sie als kritischer Führungskräfte!«

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Artikel vom 31.08.2010 - 12.00 Uhr
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