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»Das, was Ihr hier macht, ist genau richtig!«

Artikel vom 28.03.2008 - 23.00 Uhr

»Das, was Ihr hier macht, ist genau richtig!«

Komma: Ein Glück war, dass wir die Bühne im »Traumstern« nutzen konnten. Im Sommer 2005 haben wir mit den Proben für »Mensch ich lieb dich doch« begonnen, mit Leuten, die teils vom »Darstellenden Spiel« an der Gesamtschule Hungen und teils von »Bankgeflüster« kamen. »Mensch, ich lieb dich doch« war noch reines Jugendtheater, »Frühlings Erwachen« war schon breiter angelegt, und bei der »Dreigroschenoper« saßen nun auch viele ältere Leute unter den Zuschauern.

 

Wie wählen sie Ihre Stücke aus? Besprechen Sie das mit den Jugendlichen?

 

Hartings: Nein, überhaupt nicht. Wir entscheiden und suchen uns dann die passenden Leute. Meistens ist es so, dass Daniel mit einer Idee kommt und bei mir erstmal gegen eine Wand rennt. Er fängt dann trotzdem schon mal an, den Text umzuschreiben, und ich überlege, wie wir das organisieren können und was wir an Technik brauchen. Irgendwann ist dann klar, dass wir es machen. Bei der Arbeit ergänzen wir uns sehr gut. Ich kann nicht Regie führen....

 

Komma: ... und ich kann überhaupt nicht mit Zahlen.

 

In welchen Kreisen rekrutieren Sie die Schauspieler?

 

Komma: Sie sind Schüler, Zivis oder Studenten. Die Zusammensetzung der Gruppe wechselt. Einige sind immer von den vorherigen Produktionen dabei, andere kommen neu hinzu, häufig über die Kurse, die wir an verschiedenen Schulen geben, mittlerweile auch über Mundpropaganda.

 

Ist es nicht schwierig, so eine Gruppe zu organisieren, allein schon zeitlich?

 

Komma: Wir proben ja nicht immer alle zusammen. Allerdings machen wir von Anfang an klar, dass ernsthaft und verlässlich gearbeitet werden muss. Wer dazu nicht bereits ist, sollte lieber gleich gehen. Der brennende Punkt muss da sein: die Leidenschaft, das Feuer!

 

Hartings: Das Ensemble-Gefühl ist wichtig, die Verlässlichkeit.

 

Wie kamen Sie auf die »Dreigroschenoper«?

 

Komma: Das Stück hat uns über die Jahre immer wieder begleitet, schon seit dem »freien ensemble«. Viele haben zwar gesagt, »Passt mal auf, ist das nicht ein bisschen hoch gegriffen?!« Aber wenn man hundertprozentig dahintersteht, dann kriegt man es auch hin. Manche haben uns auch von Anfang an unterstützt. Peter Damm zum Beispiel, der den Kontakt zu den Musikern herstellte.

 

Hartings: Die ersten Gesangsproben waren schon hart. Die fanden im Bürgersaal statt. Ich wohne gegenüber und habe wirklich die Fenster zugemacht, damit ich es nicht mit anhören musste.

 



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Artikel vom 28.03.2008 - 23.00 Uhr
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