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Asklepios zieht Geschäftsführerin Petra Kempf wieder ab

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Artikel vom 12.04.2012 - 07.00 Uhr

Asklepios zieht Geschäftsführerin Petra Kempf wieder ab

Lich (us). Petra Kempf ist nicht mehr Geschäftsführerin der Asklepios-Klinik in Lich. Nach heftiger Kritik aus den Reihen der Mitarbeiter ist die 48-jährige Volljuristin von ihren Aufgaben entbunden worden. Vorläufig hat mit Dr. Roland Dankwardt einer der Konzerngeschäftsführer die Verantwortung für das Licher Haus übernommen.

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Asklepios-Klinik Lich in der Krise. (Achiv-Foto: us)
Die Klinik steckt seit Monaten in der Krise. Kempf hatte erst im Februar die Geschäftsführung von Axel Werntges übernommen. Der hatte wegen schlechter Zahlen und einem Konflikt mit einem Arzt, der mit einem Vergleich in siebenstelliger Größenordung endete, seinen Hut nehmen müssen.

Kempf, die vor zwölf Jahren die Asklepios-Klinik in Radeberg bei Dresden nach deren Privatisierung aufgebaut hatte, war von Asklepios-Gesellschafter Dr. Bernhard Broermann höchstpersönlich gebeten worden, in Lich für Ordnung zu sorgen. Doch das ging gründlich schief.

Harsche Kritik von allen Seiten

Binnen weniger Wochen hatte sich die Geschäftsführerin quasi mit der gesamten Belegschaft überworfen. Vor zwei Wochen zog der Betriebsrat die »Notbremse« und ging an die Öffentlichkeit. Der Vorwurf der Beschäftigtenvertretung: Kempf gefährde mit Konzeptlosigkeit und ruppigen Umgangsformen die Zukunft des Hauses.

Die Kritik an der Geschäftsführerin zog sich durch alle Hierarchien und Berufsgruppen. So sollen sich auch die Chef- und die Oberärzte an Dr. Broermann gewandt haben. Darüber hinaus war die Politik eingeschaltet. Aus gutem Grund: Die Asklepios-Klinik mit ihren rund 240 Betten – bis Ende 1999 war es das Kreiskrankenhaus in öffentlicher Trägerschaft – erfüllt nicht nur als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit Auftrag der Notfallversorgung eine wichtige Rolle in der Region. Mit über 500 Mitarbeitern ist sie auch der größte Arbeitgeber im gut 13 200 Einwohner zählenden Lich.

Der Mediziner Dankwardt verantwortet an der Konzenspitze das Geschäftsfeld Qualität mit den Bereichen Finanzierung, Wissenschaft und Bildung, ist unter anderem zuständig für Medizin und Wissenschaft sowie Bildung und Pflegemanagement. Nach dem Studium in Mainz und der Facharztausbildung zum Chirurgen in Wiesbaden absolvierte er ein Studium zum Diplom-Krankenhausbetriebswirt. 2004 übernahm er Managementpositionen als Projekt- und Konzernbereichsleiter. Seit 2006 ist er Medizinischer Direktor der Asklepios-Gruppe. 2011 wurde er zum weiteren Konzerngeschäftsführer ernannt.

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Artikel vom 12.04.2012 - 07.00 Uhr
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