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Zumindest beim Förderverein Stift lief (fast) alles glatt

Artikel vom 15.09.2008 - 22.30 Uhr

Zumindest beim Förderverein Stift lief (fast) alles glatt

Laubach (jhm). Am Ende eines aufregenden Nachmittags in der Cafeteria des Diakoniezentrums Johann-Friedrich Stift waren alle zufrieden: »Wir haben mehr Punkte erreicht, als wir uns erhofft haben«, freute sich Förderkreis-Vorsitzende Ariane Brinks und HR4-Moderatorin Christiane Hillebrand ergänzte: »Es war ein sehr schöner Nachmittag, eine prima Sendung. Vor allem die Interviewpartner waren super.« Vor den Augen von »halb Laubach«, wie die Leiterin des Diakoniezentrums, Kathrin Wind, vor Beginn der Aufzeichnung der Sendung »Unser Verein« überschwänglich formuliert hatte, erreichte der Förderverein mit 3985 Punkten den vorerst dritten Platz, der nun Hoffnungen auf das große Finale der besten Vier im Juni 2009 weckt - und den Traum vom Gewinn der 6000 Euro Siegerprämie aufrechterhält.
»Mein Verein in hr4« – Jede Menge Spannung  (vor allem beim kurzzeitigen Sendeausfall) brachte die Aufzeichnung der hr4-Sendung
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»Mein Verein in hr4« – Jede Menge Spannung (vor allem beim kurzzeitigen Sendeausfall) brachte die Aufzeichnung der hr4-Sendung »Mein Verein« mit sich: Links Wolf Alzuhn und Ariane Brinks mit den Moderatoren Christiane Hillebrand und Heinz Günter Heygen. – Rechts steppt Bernhard Schwarz um Kalorien bzw. Punkte. (Fotos: jhm)
Schon der Beginn der Aufzeichnung verlief reibungslos: Der Eingangsapplaus der zahlreichen Zuschauer - neben Bürgermeister Claus Spandau, Amtsvorgänger Alfred Funk und der Leitung des Diakoniezentrums weilten auch zahlreiche Bewohner des Stifts in der zum Studio umgebauten Caféteria - kam derart flüssig und enthusiastisch, dass Moderator Heinz Günter Heygen meinte: »Das war wie vorproduziert.« Nach einer kurzen Ortsbeschreibung »der wunderschönen Stadt im Herzen der Natur« (Moderatorin Hillebrand) stellten Vorsitzende Ariane Brinks und Kassierer Wolf Alzuhn den Förderverein näher vor. Genau 300 151, 92 Euro habe man dem Laubacher Stift bis Ende 2007 übergeben können, bei »Finanzminister« Alzuhn sei das Geld zudem in guten Händen, betonte Brinks.

Spannend dann die Enthüllung des großen Hinweisschildes für Mehrgenerationenhaus, das Mitglieder des Fördervereins gemeinsam mit den Künstlern Torsten Sauer und Anke Schäfer gemalt hatten. Die Bewertung der 48-Stunden-Aufgabe von Moderator Heygen: »Das ist ja bunt, fantastisch. Besonders gut gefällt mir das Logo mit den Puzzlesteinen, das ist symbolisch.« Folgerichtig holte der Verein gleich zum Auftakt die volle Punktzahl von 1000. Im Interview lobte künstlerischer Leiter Sauer seine Mitstreiter: »Sie haben sich prima angestellt, es war fast wie in einem Malseminar.« O-Ton Ariane Brinks: »Es war sau schwer, die Gesichter zu zeichnen.« Und Christa Weisel meinte: »Es ging schon sehr wüst zu, aber das Ergebnis ist wunderschön.«

In der Zwischenzeit bereitete der »Producer« der Sendung, Michael Janovsky, Laubachs Vereinsvertreter und Ortsvorsteher auf den sportlichen Teil des Aufgabenblocks vor. Eine Stunde lang sollten auf einem Stepper so viele Kalorien wie möglich verbrannt werden - keine leichte Aufgabe, wie auch eine Erklärung verdeutlichte, die die Sportler vor »Betreten« des Geräts unterzeichnen mussten. »Falls sie gesundheitliche Probleme bekommen, ist damit festgestellt, dass wir sie zu nichts gezwungen haben«, meinte Janovsky. Und während Bernhard Schwarz, Ralf Stauf, Thomas Mehlhos, Lars Stengel, Karlheinz Poth, Andreas Straka, Dieter Kraushaar, Harald Repp, Gerlinde Berk, Karl August Schmidt, Lothar Gieske, Klaus Hofmann und Bernhard Jäger fortan mit dem Stepper kämpften, bekamen die Moderatoren zunächst einmal andere Probleme: Trotz vereinbarter Interviewsequenz tönte plötzlich aus der Sendezentrale in Kassel Musik!

Leitungsproblem verursachte Sendeausfall

»Habt ihr hier irgendwelche Störsender in Laubach?«, fragte Moderator Heygen irritiert in die Runde. Später stellte sich heraus, dass Leitungsprobleme einen kurzzeitigen Sendeausfall verursacht hatten und die Regie sicherheitshalber Musik abgespielt hatte. Der Rest des Nachmittags aber verlief ohne Pannen: Die Leiterin des Diakoniezentrums, Kathrin Wind, und die Leiterin der Kinder- und Familienarbeit, Elke Bär, erläuterten das Konzept des Mehrgenerationenhauses, das Jung und Alt gewinnbringend zusammenführe. Gut lief auch das Regionalquiz zu Laubachs Geschichte, bei dem die Ratefüchse Ariane Brinks und Christa Weisel im Rahmen der Bonuspunktfrage mutig schätzten, alle Fragen richtig zu beantworten. Am Ende verlegte man leider die Entstehung der Laubacher Burg ins 11. Jahrhundert, richtig wäre das 13. gewesen. Sonst stimmte alles: 786 wurde Laubach erstmals urkundlich erwähnt, die Schlossbibliothek enthält fast 130 000 Titel, der Schlosspark entstand im Stil eines englischen Gartens und Graf Kuno erhielt von Kaiser Friedrich III. die Erlaubnis zum Burgbau. Das bedeutete 400 Punkte mehr, und auch die Zwischenstände vom Stepper sorgten alsbald für Begeisterungsstürme im »Cafeteria-Studio«. Nachdem Ariane Brinks und Heimatkundler Eberhard Röschen die Geschichte des Stifts in Laubach näher gebracht hatten, konstatierte Heygen: »Hier in Laubach fließen blaues und rotes Blut miteinander.« Wie die Stadt Laubach zu ihrem Namen kam, veranschaulichten bei der Radioaufgabe Laubachs Urgestein Bernhard Momberger mit seiner Drehorgel - und Ariane Brinks. Gemeinsam schmetterten sie eine Moritat, dass auch die älteste Bewohnerin des Diakoniezentrums Emmi Klein (104) sichtlich begeistert war. Ob die Erklärung des Namens stimmte, ein hungriger Bär habe nach übermäßigem Lauchkonsum im Graben liegend »au und ach« gestöhnt (»Das hörten Li-la-Leute und sprachen: hier liegt L-Au-Bach«), das war da nebensächlich - volle Punktzahl von 250!

Das Schlussinterview der Sendung gaben Bürgermeister Spandau, der das Angebot des Diakoniezentrums als »perfekt« bezeichnete, und erneut Ariane Brinks, die davon sprach, beim Hauptgewinn das Geld in einen Generationen-Aktivplatz mit neuen Fitnessgeräten zu investieren. Auch verwies Brinks auf das Schlossfest kommendes Wochenende.

Dann stand das Ergebnis der Stepper fest: 2335 Kalorien verbrannt und Punkte gewonnen. Jubel brach aus, als Moderator Heygen den Förderverein auf Platz drei der Tabelle verkündete. Die Stepper wiederum vernahmen folgende Ankündigung wohl: »Zur Erfrischung gibt's für die sportlichen Laubacher einen Kasten Bier aufs Haus!«

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Artikel vom 15.09.2008 - 22.30 Uhr
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