Weg frei für Neubau des Altenheims »Haus Salzmann«
In einer Presseerklärung der FW, nach der Sitzung verteilt, stellte deren Sprecher Semmler fest: »Wie in Laubach Demokratie interpretiert wird, ist hessenweit einmalig. Die Opposition soll mit Geschäftsordnungstricks zum Schweigen gebracht werden.« Haas wiederum kritisiert v. a. eine sehr »negative Entwicklung der politischen Kultur« in Laubach, das Errichten einer Front gegen die Feuerwehr. Dass ein Weg gefunden worden sei, den Kommandowagen ohne Belastung des Etats zu beschaffen, müsse SPD/CDU offenbar sehr schmerzen. Haas: »Es hätte Ihnen gut zu Gesicht gestanden, diese Eigeninitiative der Feuerwehr zu begrüßen«. Der Auszug aber zeige, dass es der Mehrheit nicht um die Sache, sondern um Personen ging. Auch darum, das Ansehen des Bürgermeisters zu schädigen.
Am Rande notiert
Mit nachvollziehbaren Argumenten der »Fürsorgepflicht« gegenüber einer Angestellten bzw. mit »politischen Gründen« (die Lage in Laubach ist seit dem Streit um die Ausstattung der Feuerwehren angespannt) hat Bürgermeister Klug die Versetzung seiner Sekretärin angeordnet. Vor Wochen bereits per Mitteilung an die Mitarbeiter quasi öffentlich gemacht und zum 1. März vollzogen, ist diese Personalentscheidung jenseits der Leitungsebene zum Stammtischthema in Laubach geworden. Der Auslöser: Ein unter dem Eindruck persönlicher Verärgerung, des Empfindens von Ungerechtigkeit (»Versetzung einzig aus politischen Gründen«, »entgegen früherer Zusagen«) formulierter Leserbrief des CDU-Fraktionschefs und Lebensgefährten der Sekretärin (diese Zeitung hatte es abgelehnt, per publizistischer Verwertung des Briefes ins Private gehende Angelegenheiten öffentlich zu machen). Heute, angesichts der – freilich zu erwartenden – belastenden Folgen für die Betroffene, bedauert der CDUler seinen Schritt.
Um die Versetzung drehte sich (auch) am Rande der gestrigen Stadtverordnetensitzung so manches Gespräch. Auch: »Hängt der Auszug von SPD/CDU in der Vorwoche mit der Personalentscheidung zusammen?« Bleibt zu hoffen, dass die tatsächlich wichtigen Fragen bald wieder in den Fokus gerückt werden. (tb)