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Vermietung des Laubacher Bahnhofs soll von Dauer sein

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Artikel vom 25.09.2014 - 08.56 Uhr

Vermietung des Laubacher Bahnhofs soll von Dauer sein

Laubach (tb). Der unbefristete Mietvertrag ist unterzeichnet, die Renovierung läuft. Was Roland Seifert, Geschäftsführer des Vereins für Psychosoziale Therapie (Gießen), zuversichtlich stimmt: »Anfang November werden wir die Tagesgruppe für Jugendliche mit psychischen Erkrankungen und/oder Suchtproblematik im Alten Bahnhof Laubach eröffnen«, kündigte er gestern vor Ort an.

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Freuen sich auf neues Leben im Alten Bahnhof Laubach (von links): Peter Klug, Roland Seifert und Hans-Peter Wahlen .
© Thomas Brueckner
Wie berichtet, hat der Verein – seit über
25 Jahren mit dem Beratungszentrum (auch) in Laubach am Start – in Abstimmung mit dem Kreisjugendamt das Konzept für das außergewöhnliche Projekt entwickelt. Laut Seifert »hessenweit ein Pilotprojekt«, seien doch Tagesgruppen für Jugendliche ansonsten an ein Wohnheim angegliedert. Die maximal acht Klienten werden von vier Sozialpädagogen (auf drei Vollzeitstellen) betreut, hinzu kommt die »Heimleitung« mit zehn Stunden. Ein Fahrdienst holt die Teenager ab, gegen17 Uhr bringt er sie wieder nach Hause. Zu den Anliegen der Jugendhilfeeinrichtung zählen in erster Linie die Stabilisierung der Persönlichkeit der 15- bis 18-Jährigen (in Ausnahmefällen bis 21), für die die Tagesgruppe häufig die erste Station nach einem Klinikaufenthalt ist.

In der Einrichtung sollen sie nicht zuletzt Hilfen beim Übergang ins Berufsleben erhalten. Etwa durch das Heranführen an Arbeit in der Werkstatt des Bahnhofs bzw. im Rahmen des ergotherapeutischen Angebots, begleitet vom Einüben geregelter Alltagsstrukturen. Fest geplant ist überdies eine Fahrradwerkstatt. Seifert: »Das ganz große Ziel unserer Einrichtung ist natürlich die Entlassung in die Selbstständigkeit.«

Der Alte Bahnhof wurde bekanntlich über viele Jahre hinweg vom Internationalen Bund (IB) genutzt, war – neben dem Jugendzentrum – Domizil von dessen »Umweltwerkstatt« (bis 2011, als die Einrichtung zur Förderung von Langzeitarbeitslosen mangels Landeszuschüssen schloss). Wie Bürgermeister Klug gestern anmerkte, habe die Stadt – im Gegenzug für den Erhalt des »kulturhistorischen Kleinods« (Klug) – keine Miete verlangt. Das ändert sich nun erstmals. Die Stadt als Vermieter trägt die Renovierungskosten, die Brandschutzmaßnahmen, kleineren Umbauten sowie den Anschluss ans Fernwärmenetz ausgeführt. Der alte Bahnsteig wird noch als Sport- und Spielfläche hergerichtet; dass man dank des Ankaufs der alten Bahntrasse mehr Möglichkeiten habe, ergänzte hier Bauamtsmitarbeiter Hans-Peter Wahlen. Klug wiederum freute sich, dass endlich wieder Leben in den Alten Bahnhof einzieht. Auf Dauer, wie er hofft. Angesichts des Bedarfs für dieserart Jugendhilfeeinrichtung geht davon auch Roland Seifert aus. Mithin könnte dies der Beginn einer langen (Vertrags-)Partnerschaft mit der Stadt sein.

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