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Verkehrssicherheitstraining für Laubacher Fünftklässler

Artikel vom 31.08.2010 - 23.55 Uhr

Verkehrssicherheitstraining für Laubacher Fünftklässler

Laubach (sha). Zum Schuljahrsbeginn bietet der ADAC Verkehrssicherheitstraining an. In Laubach zum Beispiel erfuhren etwa 100 Fünftklässler, wie wichtig es ist, die Reaktionszeit einschätzen zu können.
Vollbremsung nach Maß: Ganz genau überprüften die Kinder den Anhalteweg von Moderator Dietmar Heil (rechts).	(Foto: sha)
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Vollbremsung nach Maß: Ganz genau überprüften die Kinder den Anhalteweg von Moderator Dietmar Heil (rechts). (Foto: sha)
Gut zwei Wochen ist das neue Schuljahr alt, und nicht nur Abc-Schützen müssen sich seitdem an neue Schulwege gewöhnen. Dann ist es gut, wenn Kinder und Jugendliche sich sicher im Straßenverkehr bewegen können. Einen Beitrag dazu leistet der ADAC. Zum Beispiel in Laubach. Seit gestern versucht Dietmar Heil, Moderator für Straßenverkehrserziehung, Fünftklässler der Gesamtschule Laubach mit Bremsmanövern an der Schulbushaltestelle für mehr Verkehrssicherheit zu sensibilisieren.

Die Bremsen quietschten und die Münder standen offen: Gut 100 Mädchen und Jungen beobachteten erstaunt, wie lang der Bremsweg tatsächlich ist, bis ein Auto zum Stehen kommt. »Den Kindern ist meistens überhaupt nicht bewusst, dass es eine Reaktionszeit gibt«, erläuterte Heil im Gespräch mit dieser Zeitung. Deshalb sei es ein Ziel des Programms »Achtung Auto«, den Schülern zu verdeutlichen, dass »ein Autofahrer erst reagieren muss, bevor er anhalten kann, wenn plötzlich Kinder über die Straße rennen«. Im Klassenverband konnten die Kinder bei praktischen Übungen nacheinander ihr Reaktionsvermögen testen. Auf dem Gelände der zu diesem Zweck vorübergehend gesperrten Bushaltestelle vor der Schule malte Heil mit Kreide eine Ziellinie auf die Fahrbahn und bat pro Klasse fünf Kinder, auf diese Linie zuzusprinten und dann so schnell wie möglich »abzubremsen«. In einem zweiten Versuch waren die »Sprinter« aufgefordert, auf eine Fahne zu achten, die der Moderator schwenkte und erst nach diesem Signal zum Stehen zu kommen. Verblüfft stellten die Kinder fest, dass ihr eigener Bremsweg im zweiten Fall deutlich länger war. Heil erklärte, dass dieser Effekt auf der Reaktionszeit beruhe, da das Gesehene (Signal mit der Fahne) zunächst vom Gehirn verarbeitet werden müsse, bevor die Füße den Befehl »Stehen bleiben!« umsetzen können. Die durchschnittliche Reaktionszeit eines Menschen beträgt eine Sekunde, erklärte der Mann vom ADAC. Der Anhalteweg ergebe sich daher aus der Summe des Reaktions- und des Bremsweges.

Abschließend forderte Heil die Fünftklässler auf, abzuschätzen, wie lange ein Auto braucht, um von 50 oder 30 Stundenkilometern zum Stand zu kommen. Die Vermutungen der Kinder gingen weit auseinander, bis das Maßband jeweils Klarheit schaffte: Mit einer Vollbremsung stoppte der Moderator das Auto nach 17 Metern (30 km/h) und 25 Metern (50 km/h).

Seit 2005 wird »Achtung Auto« zu Beginn des neuen Schuljahres an der Gesamtschule Laubach angeboten.

Am heutigen Mittwoch findet ein Verkehrssicherheitstag am Laubach-Kolleg statt, der vom Motorsportclub »Horlofftal« unterstützt wird.

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Artikel vom 31.08.2010 - 23.55 Uhr
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