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12.11.2009 - 22.32 Uhr
Stadt erstellt Konzept zur Minderung der Verkehrsprobleme
Laubach (tb). Die städtischen Festivals, das Lichterfest der Vereinsgemeinschaft oder die zunehmende Zahl privater Großveranstaltungen in Laubach bringen Leben und Besucher in die Altstadt. Für die Anwohner aber bedeuten sie auch Ärger, wenn etwa in der Saison der Bürgersteig gleich an mehreren Wochenenden zugeparkt ist. Die Stadtverwaltung Laubach wird nun - unter Einbeziehung der Anlieger - ein Konzept erarbeiten, um die zunehmenden Verkehrsprobleme, die zuweilen auch eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit darstellen (die Feuerwehr verwies etwa auf zugeparkte Engstellen im »Musikerviertel«), zu vermeiden oder zumindest zu mindern.
Entsprechenden Auftrag erteilten die Stadtverordnetenversammlung am Dienstag einstimmig auf Antrag der Freien Wähler. Die FW-Fraktion hatte zuvor - wie im HFA besprochen - die als »allzu bürokratisch« erachteten Passagen gestrichen. Bei Fertigstellung des Konzepts, die Unterschiede der Veranstaltungen beachtend, soll es den Stadtverordnen nurmehr »zur Information« vorgelegt werden.
»BfL«-Sprecher Frank hatte zuvor den Vorstoß der FW gewürdigt: »Das ist der erste Versuch, die merkliche Verschlechterung der Lebensqualität in den Griff zu bekommen.« Womit er nicht nur besagte Belästigungen durch den Autoverkehr meinte. Im Sinne von Buschs Aphorismus »Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden« sprach er von wahren »Fluchtbewegungen« von Altstadtbewohnern, »wenn sie zum 13. Mal das Orgelfestival miterleben müssen.« Frank forderte, die Veranstalter stärker in die Pflicht zu nehmen. Anders Dr. Tim Metje, der in den privaten wie öffentlichen Veranstaltungen eine Chance sah: »Als Tourismusstandort müssen wir froh und dankbar sein, wenn es für ein oder zwei Tage vor lauter Besuchern nur noch wenige Parkplätze in unserer Stadt gibt. Schließlich ist das unsere Zukunft.« Dennoch sehe auch die FDP Bedarf für ein Konzept, das den Sorgen der Anwohner Rechnung trägt.
Bei der Festsetzung der Genehmigungsgebühr werde man wohl die Aufwendungen der Stadt berücksichtigen, sagte Bürgermeister Klug. Und verwies wie im HFA bereits auf erste konzeptionelle Überlegungen, etwa Auflagen für Shuttle-Bus-Verkehre oder Parkeinweiser, Einbahnstraßenregelungen, Parkerlaubnis in der Straße »Am Schlosspark«. Auch aus der Bürgerschaft seien weitere Vorschläge wie die Nutzung der Parkplätze am Kolleg oder an der BG Chemie gekommen.