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SPD Laubach: »Bürgerinitiative ist die Energiewende egal«

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Artikel vom 02.08.2014 - 01.37 Uhr

SPD Laubach: »Bürgerinitiative ist die Energiewende egal«

Laubach (pm). Die Vorwürfe der Bürgerinitiative »Gegenwind«, die Verträge mit den Windparkprojektierern seien rechtsfehlerhaft zustande gekommen, stoßen nicht nur bei Bürgermeister Klug auf Widerspruch (die GAZ berichtete). Auch aus der SPD werden die Argumente der BI zurückgewiesen.

Für den SPD-Fraktionschef Hartmut Roeschen handelt es sich um den (untauglichen) Versuch, der eigenen Position mit Spitzfindigkeiten zum Durchbruch zu verhelfen.

Reschen zum Streitpunkt »Verfügungsrecht« und wörtlich: »Natürlich bleiben Grund und Boden des städtischen Waldes im Eigentum der Stadt Laubach, hingegen erhielt die Stadtwaldstiftung den Nießbrauch, vergleichbar dem Nutzungsrecht.«

»Uns wird Dummheit unterstellt«

Im Übrigen sollte man meinen, es ginge den »Gegenwindlern« um das Wohl der Stadtwaldstiftung. »Mit dieser Taktik scheiterten sie schon einmal während der Beratungen der Gremien im Frühjahr, als sie unbedingt eine höhere Pacht herausholen wollten, als ginge es ihnen um das Wohl des städtischen Haushaltes. In Wirklichkeit stört sie allein die Ästhetik und nichts anderes, die Energiewende ist ihnen völlig egal, sollen doch im Hunsrück oder in Norddeutschland Windräder gebaut werden, Hauptsache nicht bei uns: der heilige Florian ist ihr Guru. Alles nach dem Motto, ›irgendwas wird in der Bürgerschaft schon hängen bleiben».«

Am ärgerlichsten ist für den SPD-Sprecher jedoch, dass die Windparkgegner den Stadtverordneten bereits zum wiederholten Male Dummheit unterstellten. »Wir haben uns unsere Zustimmung zu den Windkraftanlagen gut überlegt, und die Verträge wurden mehrfach in allen Fraktionen, in den Ausschüssen und in der Stadtverordnetenversammlung intensiv diskutiert. Die Unterstellungen der Windparkgegner sind eine Frechheit.«

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Artikel vom 02.08.2014 - 01.37 Uhr
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Leserkommentare
(08.08.2014 11:57)
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(08.08.2014 11:14)
meinereiner
Energiewende-Mythen
Ausgerechnet ein der Atomlobby nahe stehender wie freno bringt das Wort "Risiko" in Zusammenhang mit einem Windpark.
Aber wie gesagt, die Profiteure der alten Energiewelt schürten in der Vergangenheit schon Panik vor dem drohenden Blackout.
Kein Wunder, sie haben die Energiewende verschlafen und sehen dass andere die Windparks betreiben. Die eigenen Marktanteile schwinden.
Da ist ihnen jedes Mittel recht, die Energiewende schlecht zu reden, mit dem Ziel sie wenigstens zu verschleppen.
(07.08.2014 21:09)
freno
Energiebonanza
Wer sich bezüglich Windparks einer Chance- Risikodiskussion total verschließt, ja noch nicht einmal die Nachteile dieser ungehemmten "Energiebonanza" sehen will, wiederholt nur die Fehler der Vergangenheit und hilft tatkräftig dabei mit, dass das schöne deutsche Wunderprojekt zum Scheitern verurteilt ist. Hierzu noch abschliessend das Zitat des Foristen einer anderen Zeitung: "„[…] ich habe kein Verständnis dafür, das für den Transport von überteuertem ökoreligiösem Zufallsstrom die größte und teuerste Abholzungsaktion aller Zeiten in Gang gesetzt werden soll. Es wird höchste Zeit, diese schwachsinnige Idee zu beerdigen bevor die Geier kommen. Tot ist sie ja schon.“ - Dem habe ich jetzt kaum noch was hinzuzufügen.
(07.08.2014 19:25)
meinereiner
Panikmache
@freno ich lasse ihren Unsinn mal unkommentiert...
Aber frage mich wieso ein der Atomlobby nahe stehender so ein Problem mit Windparks hat, wenn Windparks doch ohnehin zum scheitern verurteilt sind, müsste es den Profiteuren der alten
Energiewelt doch in die Hände spielen.
Andererseits wundert es mich, wenn (Onshore)-Windparks so "absurd" sind, warum steigen dann ausgerechnet Energie-Konzerne in Onshore-Windparks ein???
Ist doch absurd, wenn man in etwas investiert, was zum scheitern verurteilt ist?!
Ich denke, manche haben die Energiewende einfach verschlafen und haben jetzt ein Problem damit, dass "andere" die Windparks betreiben...
(07.08.2014 15:17)
freno
Neues aus Absurdistan
Absurdität 1: Man kennt kinetische Energie, potentielle Energie, chemische Energie, Bindungsenergie, Wärmeenergie, elektrische Energie, um nur einige zu nennen. Auch die Formel e = m*c² dürfte einigen bekannt sein. Jedoch die Begriffe „Neue Energie“ und „Alte Energie“ kennt man in der Physik nicht. Wer immer die erfunden hat, möchte sich wahrscheinlich nur wichtig machen, um davon abzulenken, dass er in Physik nicht aufgepasst hat.
Absurdität 2: Behauptung - Grundlastkraftwerke sind nicht regelbar. Antwort, solche Kraftwerke gab es logischerweise noch nie, denn die würden angefahren und ungeregelt bis zur Notabschaltung hochfahren, und aus der Traum!
Absurdität 3: Zitat: „Weshalb soll man Windenergie ungenutzt lassen, nur weil es auch mal windarme Tage gibt“. Bemerkung hierzu – Unfug, denn die Antwort wird durch die Frage schon selbst gegeben.
Absurdität 4: Zitat: „Während die erneuerbaren Energiequellen immer billiger werden, wird der Import fossiler Energieträger immer teurer“. Bemerkung hierzu - dieser Unsinn gehört in die Kategorie „Wind- und Sonnenenergie kosten nichts, denn die Sonne schickt keine Rechnung“. Antwort darauf: Die Bindungsenergie der Atomkerne wurde auch bei der Entstehung des Sonnensystems kostenlos zur Verfügung gestellt.
Schade für die Zeit, die man für die Kenntlichmachung obiger Absurditäten opfern muss.
(07.08.2014 13:44)
meinereiner
Tatsachen?
Freno welche Tatsachen?
Es ist doch bekannt, dass die Profiteure der alten Energiewelt gerne Panik und Angst schüren.
Es drohen "Blackouts" traut sich selbst die Lobby der Vergangenheit nicht mehr zu sagen . Nun soll es die "Stromstabilität" sein, die uns bedroht.
Doch auch Grundlast-Kraftwerke = nicht regelbare Kraftwerke z.B. AKWs- können auf wechselnde Stromnachfragen nicht reagieren.

Man muss ja nur die Frage stellen, weshalb stört es einen der Atomlobby nahestehenden so sehr, dass ein Windpark gebaut wird?
Weshalb sollte man Windenergie grundsätzlich ungenutzt lassen, nur weil es auch mal windarme Tage gibt?
Bei den Profiteuren der alten Energiewelt geht die Panik um, dass die neuen Energiequellen ihnen weitere Marktanteile abnehmen.
Während die erneuerbaren Energiequellen immer billiger werden, wird der Import fossiler Energieträger immer teurer.
(06.08.2014 23:39)
Ingrid1
Energiewende
Was für ein Wort! Wo funktioniert sie denn eigentlich? Windenergie an der windstarken Nordsee? Nee! Solarenergie in dem sonnenverwöhnten Deutschland? Die Energiewende hat nur Vorteile für Reiche, die in diese investieren. Bezahlen muss der kleine Mann.
(06.08.2014 19:30)
freno
Lobbysmus versus Tatsachen
Das was ich angeführt habe, die negative Wirkung der wetterabhängigen Stromerzeugung, ist unabhängig von irgendwelcher Lobbyistenmeinung, sondern das sind Tatsachen, die sich aus den Randbedingungen der eingesetzten Technologie ergeben. Ich nehme mir die Freiheit, diese von mir erkannten Tatsachen unterstützend für die BI Gegenwind argumentativ einzusetzen. Sonst nichts!
(06.08.2014 16:30)
meinereiner
Schlechtreden
@freno so lange die Energiewende von Lobbyisten der Vergangenheit bewusst "schlechtgeredet" wird, bin ich beruhigt.
Zeigt es doch, dass bei den Profiteuren der alten Energiewelt die Panik umgeht, gerade weil die Energiewende funktioniert.
(06.08.2014 10:45)
freno
Kampf um Stromstabilität :-[
Die Energiewende braucht nicht schlecht geredet zu werden - sie ist es schon.
Das Licht wird nicht ausgehen. Schlimm genug ist aber, dass die Korrektur-Eingriffe zur Stabilisierung des Stromnetzes mit der Zunahme des ungleichmässigen Stroms aus Wind- und PV-Anlagen ebenfalls zunehmen. Ausserdem ist es eine Erfahrung aus den zurückliegenden Jahren des Deutschen "Energie-Sonderweges", das mit der Zunahme der "Flatter-Energien" auch der CO2-Ausstoss zunimmt (nachzulesen in früheren Presseberichten). Woran das wohl liegen mag? Um das alles zu erkennen, bedarf es keines Youtube-Filmchens, sondern der gesunde Menschverstand reicht aus.
(05.08.2014 19:15)
meinereiner
Kampf um Strom ;-)
Klar, die Lobbyisten aus der Vergangenheit reden die Energiewende immer schlecht. Funktioniert nicht, das Licht geht aus...wir kennen alle die Argumente die die sich als Mythen herausstellten.
Mit Spitzfindigkeiten soll versucht werden, die Energiewende zu verhindern
All das wird auch im Kinofilm "Leben mit der Energiewende" sehr deutlich z.B. bei Youtube.
(05.08.2014 14:02)
freno
Nur andere Vorzeichen
Wer mit der Energiewende leben muss oder will, sollte vor allem, bezüglich der Windenergie, nicht ignorieren, dass jede WKA ihren Anteil an fossilen Kraftwerken (mit CO2-Emissiion) bebötigt - solange die grosstechnische Speicherlösung noch auf sich wartet. Und was früher die Atomlobby war ist neuerdings die Windkaraftlobby. Das tummeln geht somit also weiter, nur mit anderem Vorzeichen.
(05.08.2014 12:16)
meinereiner
Windkraftanlagen
Bei kaum einem Thema tummeln sind so viele Lobbyisten, wie beim Thema Energiewende.
Sie meinen, die Wahrheit fuer sich gepachtet zu haben. Es wirkt, wenn Lobbyisten Unwahrheiten gebetsmühlenartig wiederholen.
Es empfiehlt sich den Kino Film "Leben mit der Energiewende" mal anzuschauen (gibts bei youtube)
(05.08.2014 00:00)
Hermann Dirr
Energiewende???
Wer sich wirklich für eine Energiewende interessiert und das sollte man als Stadtverordneter, wenn man über den Bau von Windindustrieanlagen entscheiden soll, der sollte einmal die Einspeisedaten der Windindustrie auf agora-energiewende.de sich anschauen. Sehr schnell erkennt er die Unsinnigkeit dieser Anlagen. So lag die Einspeisung aller in Deutschland sich kaum drehenden Windindustrieanlagen an vielen Tagen und über viele Tage bei nahezu 0.
Windindustrieanlagen gehören daher ins Mittelalter wo es die einzige Alternative zur Wasserkraft war. Wer eine Energiewende will und die CO 2 Belastung bekämpfen möchte, der sollte Bäume pflanzen und nicht, für den Profit einiger Windwahnsinnige, diese abholzen. Mit unsteter und vor allen fehlender Speichermöglichkeiten, ist jedes weitere Windindustriebauwerk eine Schande für uns Menschen. In Grünberg, in Laubach in ganz Deutschland. Und wenn diese SPD Genosse das S. Florian Prinzip anspricht und auf "Windkraftgegner zeigt, sollte er bedenken dass 3 Finger seiner Hand auf ihn selbst zeigen. Fast durchgängig importierten wir in den letzten Tagen die gesamte Leistung von 2 französischen Atomkraftwerken, dazu die gesamte Leistung aller schweizer Atomfabriken.
(03.08.2014 22:55)
WeiHei
Selbsterkenntnis ist...
...der erste Schritt zur Besserung.
Und sollten die vom Bürger gewählten Vertreter etwa nicht versuchen die für alle Bürger beste Entscheidung zu treffen?
Auch Volksvertreter sind nur Menschen und nicht unfehlbar, aber die ständige Bereitschaft sich weiterzubilden und wirklich eingehend und kritisch mit Entscheidungen zu beschäftigen, sehe ich als eines der obersten Gebote der Politik an.
Sich in der Tageszeitung über engagierte Bürger zu empören und der krampfhafte Versuch sein Verhalten zu verteidigen sind einfach unnötig und geben m.E. kein gutes Bild ab.
Das Motiv von Windkraftgegnern erklärt schon die Bezeichnung selbst.
Es sollte doch in jedem Falle positiv zu werten sein, dass Missstände in den Pachtverträgen aufgedeckt wurden. Gerade dieses Engagement zu kritisieren zeugt leider nicht gerade von Größe.
Man muß sich einfach die Frage stellen:
Welche Chancen hat denn der Bürger schlechte Entscheidungen von mangelhaft informierten und uneinsichtigen Politikern vorzugehen?
Ein Blick auf den Landesentwicklungsplan und unsere örtlichen Gegebenheiten,
aber eigentlich schon alleine der gesunde Menschenverstand genügen bereits, um einzusehen, dass wir in unserer Region nicht ausreichend starken und stetigen Wind haben, um mittels Windkraft einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.
Da kann man lange und intensiv diskutieren, aber das ändert nichts an diesem Fakt.
Liebe Volksvertreter, bitte entscheidet sachlich sinnvoll und nicht emotional getrieben!
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