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»Ohne Theo Clausen kein Nowitzki« - Gedenken in Laubach

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Artikel vom 11.07.2011 - 11.26 Uhr

»Ohne Theo Clausen kein Nowitzki« - Gedenken in Laubach

Laubach (jhm) »Ohne Theo Clausen kein Nowitzki« - über die Bedeutung des Pioniers für den Basketballsport in Deutschland und Wahl-Laubachers Theo Clausen bestand bei den Rednern einer Gedenkfeier kein Zweifel.

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Gedachten Theo Clausen in einer Feierstunde (v. l.): Bürgermeister Klug, Uli Vögler, Schwiegertochter Elke Clausen, Gerhard Schweizer (Neffe von Theo Clausen), Präsident des Hessischen Basketball Verbandes Michael Rüspeler und Clausen-Schüler Gerd Schönhals.
Ehemalige Schüler, Weggefährten und Freunde des 1985 in Lich verstorbenen Lehrers und Alumnatsleiters des ehemaligen Paul-Gerhardt-Gymnasiums Laubach hatten sich im Rathaus Laubach versammelt, um Theo Clausen zu gedenken, der am 6. Juli seinen 100. Geburtstag hätte begehen können. Dabei erinnerten die Festredner nicht nur an die Erfolge und Wegmarken des Wirkens des Diplom-Sportlehrers, Schiedsrichters, Trainers und Verbandsfunktionärs Clausen, sondern auch an seine menschlichen Qualitäten, welche ihn zu einem pädagogischen Ausnahmetalent und Vorbild machten. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde, wesentlich organisiert von Heinz-Ulrich Vögler, vom Instrumentalkreis mit Wiebke Alewell, Gisela Meusel, Christiane Wilhelmi, Hagen Hartmann und Hermann Wilhelmi.

Gerd Schönhals: »Manchmal schien es, als
ob die Schule die größte Nebensache sei«

Wie beliebt Clausen bei seinen Schülern war, zeigte sich auch am regen Besuch im Rathaussaal (einst Aula »seines« Paul-Gerhardt-Gymnasiums), den Bürgermeister Klug und die Organisatoren »so nicht erwartet« hatten. Der ehemalige Schüler Clausens »Uli« Vögler (Laubach) berichtete gleichwohl von den intensiven Vorbereitungen auf das Treffen, auf das »viele nur gewartet« hätten. Dass Claußens Sohn Karl, Deutscher Meister mit dem MTV Gießen, kurz vor dem Treffen gestorben war, bezeichnete Vögler als »tragisch«.

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Die Clausen-Stele nach einem Entwurf von Holger Geschwindner.
In seiner Laudatio ging der ehemalige Schüler Gerd Schönhals (Rabenau) vor allem auf die menschlichen Eigenschaften Clausens ein. Er habe seinen Schülern stets Selbstvertrauen und Mut gegeben und dabei die Schülerperspektive nie ganz verlassen. Spontan und begeisterungsfähig erlaubte er etwa den Bau eines Kleintiergeheges samt Gemüse- und Kartoffelanbau und Scheune für die Alumnatsküche oder führte spontan als »Arzt« auf dem Alumnatsfest eine »Blinddarmoperation« durch, bei der freilich nur Ketchup als Blut spritzte. »Manchmal schien es, als ob die Schule die größte Nebensache der Welt sei. Wir empfanden das ganze Treiben als ein Stück heile Welt.«

Weiter Schönhals (später selbst Lehrer): »Das Kind im Manne war ein Charakterzug, der sein pädagogisches Handeln so erfolgreich machte. Er hat nie vergessen, was Kinder begeistert. Er war einer von uns und wir gingen für ihn durch dick und dünn. Kontaktfreudig und lebenslustig war Clausen auch privat, wenngleich er auch zuweilen empfindlich auf Kritik reagierte. In seinen letzten Stunden, gezeichnet von der schweren Krankheit, die ihn seit Anfang der 60er Jahre heimgesucht hatte, war er in Gedanken bei seinen Nächsten und machte ihnen Mut, obwohl eigentlich er selbst doch Trost und Hilfe brauchte (...) Er war ein wahrer Menschenfreund, der das christliche Gebot der Nächstenliebe in seinem Leben und Wirken mit Erfolg praktizierte. Seine Autorität erlaubte ihm, neue Wege in der Erziehung junger Menschen zu gehen, die zu jener Zeit nicht immer kritiklos akzeptiert wurden. Doch der Erfolg gab ihm recht, er hat es mit Leichtigkeit geschafft, ein Feuer in uns zu entzünden.«

Clausens Neffe Gerhard Schweizer stellte den Entwurf einer Stele vor, die auf dem ehemaligen Schul- und heutigen Rathaushof errichtet werden soll. Sie ist 2,6 Meter hoch und soll unter einem Basketballsymbol einen Text zum Leben und Wirken Clausens tragen. Die Kosten sollen 3500 Euro betragen.



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Artikel vom 11.07.2011 - 11.26 Uhr
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