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OVAG-Verträge laufen aus: Mehrheit fordert beste Versorgung

Artikel vom 08.06.2010 - 18.41 Uhr

OVAG-Verträge laufen aus: Mehrheit fordert beste Versorgung

Laubach (pm). Die Mitglieder des »Koa-Ausschusses« von CDU und SPD Laubach informierten sich - wie es eingangs einer Pressemittteilung heißt - bei der OVAG in Friedberg über die Einzelheiten eines möglichen neuen Wegenutzungs- und Lichtlieferungsvertrags mit der Stadt Laubach (die AZ berichtete, auch über andere Optionen).
Die Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (OVAG) ist als regionaler Energie- und Wasserdienstleister vornehmlich im Wetteraukreis, Vogelsbergkreis und im Landkreis Gießen tätig. Als Eigentümerin des Stromversorgungsnetzes bietet die AG umfangreiche Dienstleistungen im Bereich Netzservice an. Zu weiteren Geschäftsfeldern zählen die Versorgung der Verbraucher mit Wasser und Wärme.

Direktor Rolf Gnadl habe, so wieder SPD /CDU, zunächst die Unternehmensstruktur der Gesellschaft in kommunalem Eigentum vorgestellt, die zugleich zweitgrößter Wasserversorger in Hessen sei. Gewinne gingen hier an die Kommunen, nicht an private Aktionäre.

Die Unternehmensgruppe OVAG und ZOV habe Dr. Thorsten Reichelt näher vorgestellt. Das Versorgungsgebiet umfasse eine Fläche von 3000 Quadratkilometer mit rund 500 000 Einwohnern. Mit einem Fernwassernetz von rund 240 km würden 1125 Stadt- und Ortsteile mit Frischwasser versorgt. Was erneuerbare Energien angeht, so würden aus 79 Windkraftanlagen 90 000 Megawatt, aus 30 Photovoltaikanlagen 90 MW erzeugt und ins Netz eingespeist. Ebenfalls würden eine Biogasanlage sowie 30 Blockheizkraftwerke betrieben. Als Dienstleistungsangebot an die Kommunen bezuschusse die Oberhessische Energieagentur energiesparende Maßnahmen der Kunden. »Der für Laubach auslaufende Konzessionsvertrag«, so die Mehrheitsparteien, »eröffnet für die Stadt neue Handlungsoptionen. So zwingen steigende Energiepreise auch Laubach vielleicht andere Wege zu gehen.«

Besprochen worden sei auch die Übernahme des Stromnetzes sowie ein Wegenutzungsvertrag durch die Kommune - mit allen Vor-, aber auch Nachteilen. Für die Lichtlieferung biete die OVAG drei unterschiedliche Verträge an. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sowie weitere Einsparmöglichkeiten seien aufgezeigt und durchgesprochen worden. Von 59 Wegenutzungsverträgen seien in den letzten drei Jahren 53 ausgelaufen, davon 50 verlängert worden. Obwohl es Musterverträge gebe, sei kein Vertrag mit anderen Kommunen gleich.

»Magistrat, Ausschüsse und Stadtverordnetenversammlung werden sich demnächst mit einem umfangreichen Vertragswerk auseinandersetzen müssen, um für die Bürger die optimale Versorgung zum günstigsten Preis mit dem Stromanbieter auszuhandeln«, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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