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»Mittelalterlich Spectaculum« im Laubacher Schlosspark

Artikel vom 09.05.2010 - 19.49 Uhr

»Mittelalterlich Spectaculum« im Laubacher Schlosspark

Laubach (tie). Um rund 700 Jahre zurückversetzt sah sich Laubach am Wochenende: Zumindest im Schlosspark des romantischen ehemaligen Residenzstädtchen waren viele der Gäste beim »Mittelalterlich Phantasie Spectaculum« (zumindest) äußerlich dem Mittelalter angepasst. Zum ersten Mal hatte die Veranstaltung, die zuvor 14 Jahre im Licher Schlosspark stattgefunden hatte, ihren Standort in Laubach und bot vielfältige Unterhaltung, Stimmung und ein tolles Mittelalter-Flair.
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Pech allerdings hatten die Veranstalter mit dem Wetter, das bis auf den Samstag nicht richtig mitspielen wollte. Den Spaß ließen sich die Gäste im Schlosspark davon aber nicht verderben, wie man allerorten sehen konnte.

Am Samstagmittag eröffnete »Vogt« Eduard von Sonnenberg gemeinsam mit dem »höchsten Magistralen der Stadt Laubach«, Peter Klug, die Veranstaltung. Klug, im Hauptberuf Bürgermeister, wünschte dem neuen Festival »viel Erfolg und hoffentlich besseres Wetter«.

Gar vergnügliche Kuntstücke der Gaukler

Der Wunsch des Stadtoberhaupts ging nicht wirklich in Erfüllung - wird aber für den Fall einer Fortsetzung anno 2011 wiederholt. Dennoch: Auch ohne Petrus Segen ging es anschließend so richtig zur Sache im Schlosspark. Ritter und Söldner lieferten sich Schwertkämpfe, Knappen sorgten für ihre Herren und Mägde für ihre Herrinnen, Musikanten spielten auf den Bühnen und Gaukler vergnügten das Publikum mit ihren Kunststücken. Ein Höhepunkt am Nachmittag waren sicher die Ritterturniere, bei denen sich die edlen Herren beim »Tjosten« versuchten und spektakuläre Kampfszenen lieferten.

Gegen Abend sowie nach Einbruch der Dunkelheit verlagerte sich das Treiben im Park an die Bühnen, auf denen eine Reihe von Mittelalter-Bands wie »Shelmish« oder »Saltatio mortis« aufspielten. Unzählige Lichter, Kerzen und Fackeln sorgten im Park für eine tolle Atmosphäre - und auch das Wetter spielte mit, der Himmel hielt zumnidest die Schleusen dicht.

Und natürlich gab es auch ein reichhaltiges Angebot an rustikalen Leckereien wie »Hexenpeitsche« vom Grill, verlockender Met und ausgefallene Biersorten für das leibliche Wohl - nicht zu erfahren war freilich, wie wohl den Konsumenten nach dem Genuss eines Humpens »Wikingertod« war.

Filzer, Zinngießer, Trinkhornmacher

Ferner gab es ein vielfältiges Angebot von Kunsthandwerkern, genannt seien hier Schmiedemeister, Wollspinner, Drechsler, Glasbläser, Zäsilierer, Steinmetze, Trinkhornmacher, Zinngießer, Filzer, Besen- oder Buchbinder, die ihre Produkte feilboten. »Seyd gegrüßt« hieß es allerorten und man war gefangen vom Flair der vergangenen Jahrhunderte. Ein besonderes, ein gar gräuliches Spektakulum bot schließlich der »Pestumzug«, der so manchen Besucher mit der weniger romantischen Leben in der Jetztzeit versöhnt haben dürfte.

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Artikel vom 09.05.2010 - 19.49 Uhr
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