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Lustige Weiber von Windsor nehmen Kurs aufs Laubacher Schloss

Artikel vom 31.08.2010 - 00.01 Uhr

Lustige Weiber von Windsor nehmen Kurs aufs Laubacher Schloss

Laubach (tie). Der rauf- und trinksüchtige Soldat John Falstaff und sein fataler Irrtum, große Wirkung auf Frauen zu haben, stehen im Mittelpunkt der derzeit laufenden Proben in der »Herrenscheune« am Schlosses Laubach.
Opern-Probe in der »Herrenscheune«	(Foto: tie)
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Opern-Probe in der »Herrenscheune« (Foto: tie)
Zehn hochbegabte junge Sängerinnen und Sänger aus Deutschland, Argentinien, den USA, aus Weißrussland, Japan, Australien, Russland und der Schweiz üben intensiv unter Anleitung eines ganzen Stabes an den Szenen von Otto Nicolais komisch-fantastischer Oper »Die lustigen Weiber von Windsor« nach Shakespeares gleichnamiger Komödie, die am Donnerstag und Freitag (2./3. September, jew. 19.30 Uhr) in der »Herrenscheune« aufgeführt werden (im zweiten Teil nach der Pause).

Die Oper steht in der Singspiel-Tradition, die musikalischen Nummern sind also mit gesprochenen Dialogen verbunden. Dabei lesen sich die Lebensläufe der Nachwuchssängerinnen und sänger schon beeindruckend: Verena Barth-Jurca, geboren in Siebenbürgen, begann ihre Gesangsausbildung in Nürnberg, später wechselte sie an das Konservatorium in Wien, wo sie neben klassischem Gesang auch in der Sprte »Musical« ausgebildet wurde. Der Australier Andrew Finden studierte an der University of Southern Queensland (Toowoomba) und vollendete seine Ausbildung an der Guildhall School of Music and Drama in London. Seine Gesangslehrer waren unter anderen Robert Dean in London und Siegfried Jerusalem in Nürnberg.

Theresa Holzhauser nahm ihr Gesangsstudium 2006 bei Prof. Gabriele Fuchs an der Hochschule für Musik und Theater München auf. Sie besucht außerdem die Liedklasse von Helmut Deutsch und die französische Liedklasse bei Celine Dutilly. Sie war Preisträgerin beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« und beim Bundeswettbewerb »Gesang Berlin«.

Auch die weiteren Teilnehmer haben alle ein sehr hohes Niveau, so dass man einen spannenden Wettbewerb erwarten kann.

Inmitten der »Herrenscheune« ist in diesem Jahr ein großer stilisierter Tisch als Bühne aufgebaut worden. Dort studieren die Nachwuchssänger die heiteren Szenen ein, in denen Falstaff die Frauen Fluth und Reich zu verführen versucht. Diese aber tauschen sich untereinander aus und beginnen ihr Spiel mit dem dicken Schwerenöter zu treiben.

Im ersten Programmteil steht eine Auswahl an Arien auf dem Programm - ein Querschnitt durch die Opernwelt: Mit Bernsteins »Candide«, Wagners »Fliegender Holländer«, Gounods »Romeo et Juliette«, Verdis »La Traviata« oder Tschaikovkys »Eugen Onegin« werden außergewöhnliche Solostücke von den jungen Künstlern interpretiert. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger von den Pianistinnen Sarolta Boros Gyevi, Kim Yoon-Jee und Tatjana Prushinskaja, für die Ausstattung zeichnet Mareike Uhlig verantwortlich, Regieassistentin ist Kathleen Witt.



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