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»Leidige Diskussion um Ausstattung der Feuerwehr beenden«

Artikel vom 12.11.2009 - 22.33 Uhr

»Leidige Diskussion um Ausstattung der Feuerwehr beenden«

Laubach (pm). Dass Kommunen erfolgreich kostensparend kooperieren können, davon überzeugten sich Laubachs Freie Wähler bei ihrer Familien-Klausurtagung in Eltville. Die 30-köpfige Gruppe verbrachte drei Tage im Rheingau, um sich über aktuelle und strategische Themen der Laubacher Politik auszutauschen sowie Kultur und Küche der Region kennenzulernen.
Helmut Moser (»Bürgerliste Eltville«) hatte im Namen der Stadt Eltville die Gäste begrüßt. Ebenso wie Bettina Juli-Heptner, in Niedernhausen lebendes Mitglied der FW Laubach, berichtete er von erfolgreichen Bemühungen interkommunaler Zusammenbarbeit. Dies funktioniere im Rheingau schon viel stärker als in Laubach und dem Landkreis, stellten die Freien Wähler fest. So haben Eltville, Geisenheim und Oestrich-Winkel Steueramt und Kämmerei zusammengelegt und einen pensionierten Hauptamtsleiter nicht nach besetzt. Aus dem Idsteiner Land berichtete Juli-Heptner vom Zusammenschluss von Bauhöfen und Standesamt in vier Gemeinden und dem Ziel, dort ein Verwaltungszentrum für alle gemeindlichen Verwaltungsaufgaben zu bilden.

»Es lassen sich dauerhaft nur Kosten sparen und die Defizite der Stadt reduzieren, wenn der tägliche Verwaltungsbetrieb effizienter und günstiger wird. Es muss nicht jede Stadt alles selbst und alleine erledigen«, sind sich die Freien Wähler einig und vereinbarten, Bürgermeister Klug darin zu unterstützen. Nach dessen ersten fünf Monaten im Amt zogen die FW eine positive Bilanz. Klug habe in kurzer Zeit viele Ideen aus dem Wahlkampf umgesetzt, etwa die Abschaffung der rechtswidrigen Mehrarbeit oder die Einführung von Sprechstunden in den Ortsteilen. Vor allem aber habe ein anderes Klima Einzug im Rathaus gehalten - auch im Umgang mit Parteien, Vereinen, Bürgern. »Die Offenheit und Aufrichtigkeit Klugs haben sich auch bereits spürbar im Umgang der städtischen Gremien ausgewirkt, was Hoffnung macht auf eine künftig konstruktivere, sachlichere Zusammenarbeit der politischen Kräfte in Laubach«, schreiben die FW.

Weiteres Thema war der Radweg Hungen-Laubach-Mücke. Während in allen Nachbargemeinden mit höchsten Zuschüssen teils bis an die Stadtgrenze Laubachs gebaut werde, verschlafe man dort diese für Tourismus, Stadt- und Regionalentwicklung so wichtige Infrastrukturmaßnahme. Man appellierte an die CDU/SPD-Mehrheit, jetzt wenigstens die Trasse von der Bahn zu erwerben (80 000 Euro), um zu verhindern, dass einzelne Parzellen veräußert werden und das Gesamtprojekt auf alle Ewigkeit zerstört wäre. Verteilt auf zwei Haushaltsjahre und zwei Kostenträger müssten zweimal 20 000 Euro von Stadt und Waldstiftung aufgebracht werden. Ein zunächst einfacher Ausbau mit feiner Schotterdecke wäre zumindest ein erster Schritt, den die FW zum Haushaltsplan 2010 beantragen wollen.

Ebenso appellierte man an CDU und SPD, den bereits entstandenen Schaden bei den Feuerwehren dadurch zu begrenzen, dass man endlich die leidigen Diskussionen um deren dringend und zwingend benötige Ausstattung beende. 250 ehrenamtliche Kräfte, die Tag und Nacht bereitstehen, Freizeit sowie Leib und Leben einsetzten für Mitbürger in Not, verdienten eine solch unwürdige Diskussion wie etwa um den Neubau des Feuerwehrhauses Altenhain oder Fahrzeug-Ersatzbeschaffungen nicht.

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Artikel vom 12.11.2009 - 22.33 Uhr
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