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Laubach: Klare Mehrheit für Erweiterung Fachmarktcenter

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Artikel vom 20.07.2014 - 12.00 Uhr

Laubach: Klare Mehrheit für Erweiterung Fachmarktcenter

Laubach (tb). Die Erweiterung des Fachmarktcenters am Kreisel kurz vor Laubach kann kommen: Die Stadtverordnetenversammlung hat dem Verkauf von gut 5100 qm mit breiter Mehrheit zugestimmt, einzig drei Grüne und zwei »BfLer« stimmten mit Nein.

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Planskizze Erweiterung Fachmarktcenter. An den Investor werden verkauft: 2240 qm für einen »Landfuxx«-Gartenmarkt zu je 15 Euro/qm (33 600 Euro), 2900 qm für Backshop/»Casino« zu 25 Euro/qm (72 500 Euro). Rund 2010 qm erält das Kaufhaus Schwalbach. (pm)
Die Diskussion im »hohen Haus« erinnerte etwas an jene vom Sommer 2011: Auch damals stand die Erweiterung an, derselbe Investor wie jetzt wollte einen Drive-in-Backshop, eine Spielhalle und einen »NKD« nach Laubach holen; zudem klopfte der Gartenmarkt »Landfuxx« an. Doch bekanntlich hatten die Stadtverordneten Vorbehalte, machten die Investoren einen Rückzieher. Diesmal aber soll’s was werden, zumindest stimmte das Plenum dem Verkauf zu. Einzige Änderung gegenüber 2011: an die Stelle von »NKD« ist jetzt der »Landfuxx« (hier zunächst nur Kaufoption!) getreten. Zudem werden noch weitere gut 2000 qm ans Kaufhaus Schwalbach zur Philipp-Reis-Straße hin für eine eventuelle, spätere Aussiedlung verkauft.

Dass am Ende eine breite Mehrheit zu notieren waren, lag vor allem daran: In einer Sitzungsunterbrechung hatte Investor Welker versichert, sich an den Erschließungskosten (Bau von 623 qm öffentlicher Straße/siehe Skizze ) zu beteiligen. Was skeptische Stimmen vor allem aus der CDU verstummen ließ.

»›Casino» schon ein Problem«

Der Preis, so zuvor die Unionspolitiker Dr. Mike Rinker und Björn Erik Ruppel, liege deutlich unter dem von 2011. Würde der jetzt auch noch für voll erschlossenes Bauland gelten, legte die Stadt noch drauf. Nach dem Gespräch mit dem Investor zeigte sich Fraktionschef Ruppel aber beruhigt: »Nach seinem Bekunden sei es eine Selbstverständlichkeit, dass die Erschließungkosten auf die Grundstücke umgelegt werden.«

Dass ohne eine städtische Straße andere Parzellen östlich des Centers (kein Überwandlungsrecht) nicht zu erreichen wären, bat hier Bürgermeister Klug zu bedenken (die Baukosten der Straße werden mit rund 80 000 Euro veranschlagt, liegen über der zurzeit »sicheren« Einnahme aus dem Verkauf der 2900 qm für Casino und Backshop; wird die Option »Landfuxx« aber gezogen, käme es gar zu weiteren, mit der Erschließung möglichen Ansiedlungen, wendete sich dieserart Bilanz – nur »Momentaufnahme« – ins Positive, die Red.).

Alles in allem, so wieder Rinker, stimme die CDU für die Erweiterung des Fachmarktcenters, auch wenn das Gesamtpaket das ethisch-moralisch zweifelhafte »Casino« als »ungeliebtes Kind« enthalte.

Namens der Freien Wähler hatte Horst Lang zunächst daran erinnert, dass vor Landfuxx mit »tegut« bereits in 1990ern eine weitere Marktansiedlung gescheitert war. Zwar gelte es nach wie vor, die Auswirkungen auf den Innenstadthandel im Auge zu behalten, doch wiege die Skepsis seiner Fraktion nicht mehr so stark. Vielmehr sei das erfolgreiche Bemühen der Verwaltungsspitze zu würdigen, die Investoren von einem neuen Anlauf überzeugt zu haben.

Innenstadtschutz verliert Bedeutung



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