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Infektionsgefahr: Prinzessin nur mit Mundschutz geküsst

Artikel vom 15.11.2009 - 21.14 Uhr

Infektionsgefahr: Prinzessin nur mit Mundschutz geküsst

Laubach (jhm). Gegen Mitternacht wurde im großen Rathaussaal schließlich das Geheimnis gelüftet. »Die Tür auf - die Tore weit!«: Mit diesen Worten stellten Sitzungspräsident Günter de Voss und sein Vize Jörg »Diddi« Nitschke das neue Prinzenpaar der 102. Faschingskampagne des Karnevalvereins Laubach vor.
Kampagneeröffnung in Laubach: Der KVL präsentierte die neuen Prinzenpaare samt Hofstaat und zeichnete langjährige Akteure aus.	(
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Kampagneeröffnung in Laubach: Der KVL präsentierte die neuen Prinzenpaare samt Hofstaat und zeichnete langjährige Akteure aus. (Foto: jhm)
Es handelt sich um seine Tollität, Prinz Rudolf I., närrischer Regent der Beck’schen Anlagen, Herrscher über Staub und Rauch, stattlicher Senator der Laubacher Fassenacht und seine Gemahlin, Ihre Lieblichkeit, Prinzessin Inge I. närrische Regentin des prinzlichen Hauses derer zu Pülm, kreative Gestalterin der edlen Buchsbäume, charmante Verehrerin der Laubacher Fassenacht. Sie werden bis zum Aschermittwoch die Narrenschar begleiten und dabei dem exotischen Antlitz der Kampagne huldigen: »Wilde Tiere, weites Land, Afrika in Narrenhand.«

Als Hofstaat werden die beiden von Fürstin Marina von prinzlichem Geblüt (Marina Pülm), Gräfin Sabrina von den tanzenden Garden (Sabrina Gleske), Hofmarschall Graf Peter von Schwungrad’s Anna (Peter Haarhoff), Komtess Petra aus der Herrenhäuser Gasse (Petra Pülm), Baroness Fabienne, Tanzmariechen des KVL (Fabienne Pülm) und Baron Daniel, Kapitän der teutonischen Kicker (Daniel Walter) begleitet. Als neuer »Obermauernscheasser«, eine Art Laubacher Orden wider den tierischen Ernst, wurde Bernhard Momberger ernannt, er folgt auf Manfred Kratz. Als neues Kinderprinzenpaar wurden Seine Tollität Niklas I. (Frank), närrischer Spross aus Münsterer Gefilden, kickender Ballartist aus der Oberen Pforte, Beherrscher der Drum-Sticks und begeisterter Fan des FCB, und seine Gemahlin, Ihre Lieblichkeit Prinzessin Luisa I. (Schmadel), bezaubernde Tanzmaus der karnevalistischen Garden, graziöse Wassernixe aus Wetterfelder Landen und quirliger Spross aus dem närrischen Hause derer zu Schudt, vereidigt. Ihren Hofstaat bilden Baronesse Milena (Bernklau) aus der Goethestraße, singende Tänzerin des KVL, Künstlerin des Rhönrades und Begleiterin der Prinzessin sowie Freiherr Moritz (Sann) von Wetter und Feld, Racingbegeisterter Ballkönig und Fan der Blau-Weißen derer zu Schalke. Als neue Ehrensenatorinnen wurden Hannelore Lindner und Karin Kratz (beide Ex- Prinzessinnen) geehrt. Für elfjährige aktive Mitgliedschaft im KVL wurden Sabrina Gleske, Nathalie Hönig und Ralf Pülm zu Obernärrinen bzw. Obernarren, für 22jährige Mitgliedschaft Karin Kratz, Manfred Kratz, Angela Dietz und Marina Pülm zu alten Obernärrinnen und -narren ernannt.

Einige Irritationen hatte es zuvor bei der Verabschiedung der Prinzenpaare der letzten Kampagne gegeben. So wollte der Vorsitzende des KVL, Björn-Erik Ruppel, in Zeiten der Schweinegrippe Prinzessin Regina I. nur mit Mundschutz küssen, was zumindest ihren Gemahl, Prinz Ralf I. sicher nicht allzu sehr gestört haben dürfte. Milena I., Prinzessin des kleinen Prinzenpaars, schockierte die Narrenschar mit dem Geständnis: »Die Kampagne hat viel Spaß gemacht, auch wenn der Prinz immer schon so früh heimgegangen ist.« Unter dem geschunkelten »Uiuiuiui...auauauauau« der Narrenschar wurde Prinz Christoph I. natürlich dennoch mit dem brandneuen Kampagneorden des KVL verabschiedet. Das Programm der Kampagneneröffnung gab derweil einen schwungvollen Einblick in die Aktivitäten des KVL der kommenden Monate. Die Tanzgarde, Midigarde und allen voran Tanzmariechen und Bezirksmeisterin Fabienne Pülm zeigten unter Leitung von Angelika Dietz fetzige Showtänze, während das Männerballett »Schwunrad’s Anna« unter Leitung von Rebekka Kristen mit prickelnder Erotik faszinierte. Bereits gut in Form zeigte sich auch Faschingsurgestein Alfred »mit de Kapp’« Schäfer in der Bütt’, welcher von fatalen Wasserspielen in einem oberhessischen Haushalt berichtete.

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Artikel vom 15.11.2009 - 21.14 Uhr
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