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»Gesundheitszentrum Laubach« bald in trocknen Tüchern?

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Artikel vom 15.03.2012 - 11.15 Uhr

»Gesundheitszentrum Laubach« bald in trocknen Tüchern?

Laubach (tb). Guter Hoffnung sind der Apotheker Fritz Roßbach und der Arzt Günter Stephan, was ihr »Baby« Gesundheitszentrum angeht: Laufe alles nach Plan, so die Laubacher am Montagabend vor dem Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung, könnte das ambitionierte Projekt zum Jahresende in trockenen Tüchern sein.

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Für ein »Gesundheitszentrum Laubach« vorgesehen: die Häuserzeile im Bereich Bahnhofstraße/Marktplatz. (Foto: tb)
Das Zentrum mit Allgemein- und Fachärzten unter einem Dach soll bekanntlich über der »Engel-Apotheke« sowie in der ehemaligen Pizzeria nebenan Platz finden. Apropos Platz: Laut Vermieter Roßbach stünden für dieses »Gesundheitszentrum Laubach« (das zweite Projekt des Büros »CMM« am favorisierten Standort Kurze Hohl ist gescheitert) nicht weniger als 800 bis 1100 Quadratmeter in zentraler Altstadtlage zur Verfügung. Dank Aufzug barrierefrei.

Eingangs der Sitzung hatte Bürgermeister Klug an die »heißen Diskussionen« erinnert, wie die ärztliche Versorgung in Laubach zu sichern wäre. Im Ergebnis stand der Auftrag an das Fachbüro »CMM« (Düsseldorf). Klug wörtlich: »Es freut mich, dass durch die Arbeit des Büros und das Aufzeigen von Möglichkeiten sogar ein Laubacher Investor oder besser gesagt mehrere Investoren gefunden wurden.« Allen sei bei Auftragserteilung an »CMM« klar gewesen, dass die Stadt kein weiteres Geld investiert. Positiv nannte der Rathauschef, dass es nicht nur gelungen sei, private Financiers zu finden, sondern auch den Arztsitz von Dr. Sturm (»war ja schon fast verkauft«) zu sichern. Klug zufrieden: »Der Prüfauftrag ist abgehandelt.«

Dem Ausschuss stand auch Albrecht Römpp für Erläuterungen zur Verfügung. Der Berater mit Schwerpunkt »Praxis- und Qualitätsmanagement« bewertete das Konzept als »erfolgversprechend.« Dafür stünden die geplante Kooperation mit starken Partnern (Kliniken), die Verwurzelung der Initiatoren in der Stadt, die Vernetzung mit Praxen und Apotheken, der entwicklungsfähige Standort sowie die facharztübergreifende Konzeption, meinte Römpp, der auch Trainer der kassenärztlichen Bundesvereinigung ist.

Günter Stephan suchte den Sozialpolitikern zuvörderst eines klarzumachen: Ohne geordnete Krankenversorgung ist der Fortbestand einer Kleinstadt stark gefährdet. Der seit über 20 Jahren in Laubach praktizierende Allgemeinmediziner sah in dezentralen Versorgungsstrukturen die Lösung. Also das »Andocken« von Fachärzten an das Zentrum, das dafür Räume bereitstellt. Als gebotene Kompetenzen nannte er Kardiologie, Diabetologie, Pädiatrie, Gynäkologie, Orthopädie, Neurologie/Psychiatrie und Dermatologie. An das Laubacher Zentrum würde so zum Beispiel ein Viertel-Facharztsitz eines Hautarztes »angedockt«, der einige Sprechstunden die Woche anbietet.

Stephan: »Eine Win-Win-Situation«

Dem entgegen kommen Bestrebungen der Kassenärztlichen Vereinigung, die Facharzt-Zuweisung – auch: skizzierte Aufteilung – zu erleichtern (Arztsitze sind bisher nur per Zuweisung oder Kauf zu erhalten).



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