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Fremdensitzung des KV Laubach in voll besetzter SKH

Artikel vom 29.01.2012 - 22.32 Uhr

Fremdensitzung des KV Laubach in voll besetzter SKH

Laubach (fp). Nicht die Colts rauchten am Samstag in Laubach, sondern zahlreiche Programmpunkte knallten bei der Prunkfremdensitzung des KVL 1908 über die Bühne der voll besetzten Sport- und Kulturhalle – getreu dem Motto »Laubacher Westernshow«. Viereinhalb Stunden boten die Aktiven bunte Narretei.

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Köstlich: die »KVL-Old-Stars«. (Fotos: fp)
Vor allem die Tanzdarbietungen begeisterten das Publikum.Die Moderation oblag Sitzungspräsident Peter Haarhoff sowie Vize und Ex-Prinz Diddi Nitschke. Letzterer eröffnete den bunten Reigen mit einer Darbietung am »Klavier«. Unter den Klängen des Fanfarenzuges Laubach empfing die Narrenschar sodann das kleine Prinzenpaar. Johannes I. und Prinzessin Amabel I. (Johannes Bigdun und Amabel Hundeborn) enthüllten den wahren Grund, warum es dieses Jahr kein großes Regentenpaar gibt: »Beim KVL wird gespart, die Kassen sind leer, deshalb müssen die Kleinen her«.



»Ne Cowboy-Transe!«



Den einen fand sie zu dürr und rappelig, der andere gefiel ihr: Olga Orange bezog in ihrer Travestieshow das Publikum kräftig mit ein und sorgte so für Stimmung. Beim »Tête-à-Tête« mit Präsident Peter Haarhoff folgte ob seiner lackierten Fingernägel der Spruch: »Ach du meine Güte, ne Cowboy-Transe«.

In der ersten Büttenrede streifte Jörn Helbig die Bundespolitik. Die Frage sei doch, ob eine Partei wie die FDP, der es so schlecht gehe, den Bundesgesundheitsminister stellen dürfe. – Die Große Garde des KVL bot nun den ersten tänzerischen Höhepunkt, einstudiert von Meike Römer und Janina Jeretzky.

Klatsch und Tratsch aus Laubach verkündeten Gitti de Voss und Diddi Nitschke bei ihrem »Engelsbrunnengeschwätz«. Sie wussten dass der Marterpfahl am Marktplatz nicht dem KLV-Motto geschuldet ist, sondern die Überreste des Weihnachtsbaums seien. Weiter: Das Einkaufen werde bald für Fußgänger aus der Altstadt Stunden dauern, wenn erst der letzte Vollsortimenter geschlossen habe. Beide streiften auch das sattsam bekannte »Mauernscheasser-Gedetz«, heißt den Streit über die vorübergehend anstößige Figur am Marktplatz.

Dann der Bericht von Bürgermeister Klug, der als »trojanisches Pferd« Grünberg erobern wollte: Für »teuer Geld« habe er sich einen »grohe Wams« gekauft, sei jedoch aufgeflogen und habe trotz der hohen Investition beim Gallusmarkt-Frühschoppen nicht auf die Bühne gedurft. In Laubach sei man viel sozialer, der Ide dürfe mit Hut und Stock beim Ausschuss mitlaufen, auch lasse man die »Grimmicher« im Laubacher Hallenbad schwimmen, habe außerdem einen Ex-Grünberger als Sitzungspräsidenten. Aufgedeckt wurde auch das Malheur des Musikvereins: Die Aktiven hatten für ein Schlossparkkonzert Kuchen gebacken und Tische aufgestellt. Bei bestem Wetter fanden sich Besucher aus nah und fern ein, plötzlich wurde wieder alles abgebaut.



Große Garde ganz groß



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