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Feuerwehr: Suchen Lösung im Streit um Kommandowagen

Artikel vom 27.02.2010 - 13.00 Uhr

Feuerwehr: Suchen Lösung im Streit um Kommandowagen

Laubach (pm). »Jetzt hilft sich die Feuerwehr selbst. Mit einem Sponsoring wollen die Brandschützer die notwendige Ersatzbeschaffung des fehlenden Kommandowagens bewerkstelligen«, heißt es eingangs einer Pressemitteilung, mit der Günther Semmler, Vorsitzender des Kernstadt-Feuerwehrvereins, Bezug auf die aktuelle Diskussion nimmt
(wie von der AZ berichtet, hat die rot-schwarze Parlamentsmehrheit die Zulassung des anonym gesponsorten Wagens zum Anlass genommen, die Stadtverordnetensitzung am Donnerstag platzen zu lassen. Vorwurf: »Klug missachtet den Willen des Parlaments, hat insbesondere den Magistrat mit der unangekündigten Zulassung über den Tisch gezogen«, die Red.). Laut Semmler ist es gelungen, einen Gönner zu finden, der ein »Testfahrzeug« befristet auf drei Monate kostenlos zur Verfügung stelle - mit der Option, dieses nach der Frist auch zu erwerben. Die Restkosten des viereinhalb Jahre alten, komplett ausgerüsteten Fahrzeuges betrügen rund 8000 Euro.

Durch Ablauf der Leasingzeit des alten Fahrzeuges im Dezember 2000 hatte eine Ersatzbeschaffung angestanden. Mit dem Hinweis auf die akute Finanznot der Stadt strich die Handlungsgemeinschaft die Mittel komplett.

In der letzten Zeit hätten sich, so weiter Semmler, einige Bürger bei der Feuerwehr erkundigt, wie sie in der Sache weiterhelfen könnten. »Darunter auch der Spender, der anonym bleiben möchte, weil er nicht in den politischen Streit zwischen Handlungsgemeinschaft aus SPD und CDU und den anderen Fraktionen hineingezogen werden möchte.« Die Argumente der Feuerwehr für den Kommandowagen (KDW) hätten diesen, so weiter Semmler, überzeugt. Deswegen die Leihgabe.

Dies habe die Verantwortlichen der Feuerwehr ermutigt, eine Sponsoring-Aktion zu starten: »Wenn 100 Personen in der Großgemeinde Laubach jeweils 80 Euro spenden, dann haben wir die Kaufsumme zusammen«, so der Vorsitzende weiter und ergänzt, dass auch jeder andere Betrag, ob niedriger oder auch höher, dankend entgegen genommen wird.

»Da vom Einsatz dieses Fahrzeuges die Bürger aller Stadtteile profitieren, indem eine schnelle und professionelle Einsatzleitung durch den Stadtbrandinspektor oder seinen Stellvertreter hergestellt werden kann«, so Stellvertretender SBI Ulrich Lutz (Gonterskirchen), erhoffe man sich Spenden aus der gesamten Großgemeinde (»auf Wunsch anonym behandelt«).

Erinnert wird vom Feuerwehrverein daran, dass im Herbst der Wehrführerausschuss (Führungskräfte aller Stadtteile) über die Ersatzbeschaffung beraten habe. Einstimmig sei der zum Schluss gekommen: »In Notfällen ist es für die Bevölkerung der Großgemeinde von deutlichem Vorteil, wenn (...) ein Kommandofahrzeug für die Erfüllung der vielfältigen Aufgaben zur Verfügung steht.«



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