Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Kreis » Städte und Gemeinden » Laubach »

Der Schöpfung wegen: Laubach-Kolleg energetisch saniert

Artikel vom 21.12.2011 - 16.52 Uhr

Der Schöpfung wegen: Laubach-Kolleg energetisch saniert

Laubach (tb). Rund sieben Millionen Euro hat die Landeskirche binnen sechs Jahren ins Laubach-Kolleg investiert. Herausragend: der Neubau eines naturwissenschaftlichen Traktes. Investitionen, die als deutliches Bekenntnis der EKHN zum Oberstufengymnasium zu werten sind.

tb_putt_211211_4c_2
Lupe - Artikelbild vergrössern
Übergabe des Förderbescheids durch Umweltministerin Lucia Puttrich (r.) an Kolleg-Leiterin Ellen Reuther und Hans-Otto Dierkes (Referat Bauwesen der EKHN). (Foto: tb)
Mit 3,9 Mio. Euro floss der Löwenanteil in die energetische Sanierung. Wie Schulleiterin Ellen Reuther betont, kam hier ein um 500 000 Euro erhöhter Finanzeinsatz zum Tragen. Mehrausgaben zugunsten der Umwelt, die schon kontrovers diskutiert wurden. Am Ende aber hatten sich die Verfechter »schöpfungstheologischer Aspekte« behauptet. Erwägungen, die die besondere Verantwortung von Kirche für die Bewahrung der Schöpfung implizieren. Wesentlicher Teil des Sanierungskonzepts ist der jetzt anstehende Einbau einer Pelletsheizung für 160 000 Euro. Dazu steuert das Land 57 000 Euro bei. Den Förderbescheid übergab gestern Ministerin Puttrich.

Wie Reuther vor Schülern und weiteren Gästen reklamierte, stehe das Kolleg seit vielen Jahren für ökologische Verantwortung. Äußeres Zeichen ist da die seit zehn Jahren regelmäßig zuerkannte Auszeichnung als »Umweltschule«. Erst jüngst wieder, als in Bad Nauheim die energetische Sanierung der Schulgebäude im »DENA-Standard« (Energieeffizienz 15 Prozent unter der Energieeinsparverordnung 2009) gewürdigt wurde.

93 Tonnen weniger Kohlendioxid

Integraler Bestandteil der »hauseigenen Energiewende« am Kolleg ist jetzt die Zusammenfassung der 33 Jahre alten, gasbetriebenen Heizanlagen. Künftig von einer zentralen Pelletsheizung wird der Gebäudekomplex aus Turnhalle, Mensa, Internat, Schul- und Verwaltungsgebäude beheizt. Der Wechsel zu regionalen Ressourcen, zum Brennstoff Holz, bringt ein CO2-Ersparnis von nicht weniger als 93 Tonnen jährlich. Reuther: »Ein kleiner, aber notwendiger Schritt unserer Schule zur Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes.« Den würdigte im Vorfeld der Weihnachtsandacht im Atrium nicht minder Hessens oberste Umweltpolitikerin als »Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.« Mit der Chance auf nachhaltige Wirkung, schließlich befinde man sich an einer Schule. Und was die von Reuther angesprochene Größe des Beitrags angeht: »Energiewende hat nicht allein mit Zahlen zu tun, es geht um das Übernehmen von Verantwortung«. Das Umstellen der Wärmeversorgung auf einen nachwachsenden Energieträger bei gleichzeitiger energetischer Gebäudesanierung lobte die Ministerin als effektiven Beitrag des Kollegs zum Klimaschutz und zur Einsparung von fossiler Energie. Projekte wie diese seien alles Bausteine zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Hessen, die bis 2050 hierzulande den Bedarf zu 100 Prozent decken sollten.

»Holz als Brennstoff stärkt regionale Wertschöpfung«

Die CDU-Politikerin verwies abschließend darauf, dass Hessen mit etwa 40 Prozent das am dichtesten bewaldete Bundesland ist. Somit stehe Holz als »naturnah und ressourcenschonend zu gewinnende Energie« reichlich zur Verfügung. Seine Nutzung stärke zugleich die regionalen Wirtschaftskreisläufe, erhöhe die Wertschöpfung in der Land- und Forstwirtschaft und bei den meist mittelständischen Verarbeitungs- und Handwerksbetrieben. »Die Nutzung von Holz erhält und schafft neue Arbeitsplätze. Vor allem die strukturschwachen ländlichen Regionen können hiervon profitieren.«

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 21.12.2011 - 16.52 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang