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Dann doch: Laubach will Radweg nach Hungen bauen

Artikel vom 28.12.2011 - 14.19 Uhr

Dann doch: Laubach will Radweg nach Hungen bauen

Laubach (tb). Am Ende doch am Ziel? Vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung durch die Kommunalaufsicht beim Landkreis Gießen, sind die Befürworter des seit Jahren umstrittenen Radwegs Hungen-Laubach-Freienseen ihrem Ziel einen großen Schritt nähergekommen.

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Nach jahrelanger, von der Finanznot der Kommune geprägter Diskussion hat Laubachs Stadtparlament den Bau des Radwegs nach Hungen beschlossen. (Foto: Archiv)
Bei Nein-Stimmen nur der SPD hat die Stadtverordnetenversammlung in ihrer jüngsten Sitzung den gemeinsamen Antrag von Freien Wählern, Grünen, »BfL« und FDP auf Bau des Radwegs und Etatisierung von 105 000 Euro für erste Baumaßnahmen beschlossen.

Rückendeckung erhielten die Radwegfreunde durch ein an dem Abend präsentierte Prüfung des städtischen Bauamtes: Danach wäre der Bau vom jetzigen Endpunkt an der Gemarkungsgrenze Hungen-Villingen bis nach Laubach (Kreuzung mit dem Weg Laubach-Röthges) – eine Strecke von rund zwei Kilometer – für 300 000 Euro zu machen. Und dies nicht nur mit einer wassergebundenen Decke, sondern asphaltiert. Abzüglich der dann in Aussicht stehenden Landeszuschüsse, so Bauamtsleiter Martin Bouda, käme die Stadt mit einem Eigenanteil von 90 000 Euro hin. Allerdings: Mit seinem Zuschussbegehren ist Laubach nicht allein. Bouda: »Dem Kreis liegen 1200 Anträge vor.«

Klug: Als Teil neuen Tourismus-Konzepts höhere Chancen auf Landeszuschuss

Wie Bürgermeister Peter Klug ergänzte, hofft man aber auf »bevorzugte Behandlung«, da der Radweg Hungen-Laubach-Freienseen Teil des neuen Anlaufs für ein Tourismuskonzept für den gesamten Ostkreis sein soll, eventuell also als überörtliches Projekt im Verbindung mit der Wetterau zur Förderung angemeldet werde. Klug: »Die Chancen könnten dann steigen.«

Namens der Vierergruppe warb Eberhard Roeschen für die Annahme des Antrags. Zunächst aber erinnerte er an die jüngste Vorgeschichte, heißt an den Stopp der ursprünglichen Großplanung im Gesamtumfang von einer Million Euro im Jahre 2006: Mit dem Wechsel der Mehrheit (von CDU/FWG/FDP zu SPD/CDU) sei der Radweg auf Eis gelegt worden – »samt der 70-prozentigen Zuschüsse des Landes«.

FDP: Mit Strecke nach Freienseen warten

Zwei Jahre später dann sei auf FDP-Initiative mit einem Prüfungsantrag die Wiederaufnahme des Verfahrens gestartet worden. »Nachdem der Ankauf der Trasse von der Bahn in trockenen Tüchern ist« (Geld im Nachtrag 2011, die Red.), gelte es jetzt, den Ausbau anzupacken. Da es Zuschüsse nur für einen asphaltierten Ausbau gebe, so weiter der Liberale, sollte man zunächst nur von Villingen bis zur Kernstadt bauen, mit der Fortführung nach Freienseen warten, bis neue Gelder zu erhalten seien.



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