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11.11.2009 - 20.08 Uhr
Beständigkeit und Beitrag zu Gemeinschaft gewürdigt
Laubach (sf). Zu einem runden Geburtstag gehört auch eine schöne Feier. Der Vorstand der »Germania« Wetterfeld um seinen Ersten Vorsitzenden Werner Burg hatte diese mit Akribie geplant - und so konnte beim Festkommers am Samstag ein wunderbares Rahmenprogramm geboten werden.
Als Ehrengäste konnte Burg Bürgermeister Peter Klug, Ortsvorsteher Manfred Luckert, Rainer Volk (LSB), Dr. Dennys Sawellion (Turngau Mittelhessen) und Kreisfußballwart Henry Mohr begrüßen. Die Versammlung legte zunächst eine Gedenkminute für den kürzlich Verstorbenen Bernd Jünger ein; er gehörte seit 1988 dem Vorstand an und sollte beim Jubiläumsabend für besondere Verdienste geehrt werden.
Musikalisch umrahmte zunächst der örtliche Gesangverein die Feier, unter anderem mit »Nimm Dir Zeit zu leben«. Wie Bürgermeister Klug nun formulierte, ließen 80 Jahre doch schon auf eine gewisse Beständigkeit und ein gerüttelt Maß an Durchhaltevermögen schließen. Er hoffe auf weitere schöne Jubiläumsfeiern. Klug würdigte, der der SV »Germania« sorge für ein dörfliches Lebensgefühl, was gerade in dieser schnelllebigen Zeit wichtig sei.
Bernd Siegfried erinnerte nun an die Anfangszeit des Vereins mit ihrer hohen Arbeitslosigkeit und steigenden Armut. Wetterfelds Kinder spielten auf der Straße - »und plötzlich kam Lehrer Arras mit dem neumodischen Fußballspiel.« Aus dem anfänglichen »wilden Verein« wurde ein Verein mit Satzung und offizieller Anmeldung. Nach dem Stillstand im Zweiten Weltkrieg nahm die »Germania« eine neuen Anlauf, öffnete sich für andere Zielgruppen, gründete neue Abteilungen: Gymnastik und Turnen, Tanzgruppen, Kinderturnen, Basketball, Volleyball, Tischtennis, Männerballett, Sport für jedermann bis hin zum weiblichen Elferrat, der seit 1982 die Sitzungen unter der Schirmherrschaft von Sport- und Gesangverein abhält (die AZ berichtete über die Chronik).
»Wer ›80 Jahre SV Wetterfeld‹ sagt ...«
Der Sportverein, so weiter Siegfried, vermittele nicht das absolute Leistungsprinzip, vielmehr solle den Jugendlichen ermöglicht werden, gemeinsam mit anderen Ziele zu entwickeln und sich auszutauschen. Werte, wie Solidarität, Kameradschaft und das Arbeiten in Teams sollen so gestärkt werden. Am Ende seiner Ausführungen über den Werdegang des Vereins kam er auf den Vorsitzenden zu sprechen: »Wenn man sagt, ›80 Jahre SV Wetterfeld‹, müsse man zugleich sagen ›55 Jahre Werner Burg‹.« Der heutige Vorsitzende begann in 1954 seine Vereinstätigkeit, zunächst als Kassenwart und dann in 1965 als Schatzmeister. 1958 wurde er zum Vorsitzenden gewählt. Summa sumarum sind das 41 Jahre Vorsitzender und 55 Jahre Vorstandsarbeit - »mit viel Herzblut und großem Engagement.«
Zahlreiche Ehrungen
Es folgten die Ehrungen: Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Lothar Desch, Friedhelm Dörr, Helmut Glund, Karl-Heinz Götz, Ernst Hofmann, Karl Junker, Walter Kares, Albrecht Kreicker, Norbert Lenz, Bruno Meerbott, Werner Meerbott, Reinhold Pfeiffer, Helmut Wingefeld, Wilfried Wörner, Bernd Schäfer und Hans Viel. Namens des Landessportbund ehrte Rainer Volk mit Nadel und Ehrenurkunde: Klaus-Dieter Bukow, Martin Mignon und für besondere Verdienste Harald Hofmann.
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