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Ausstellung in Laubach: »Mehrgenerationenhäuser«

Artikel vom 02.02.2012 - 11.21 Uhr

Ausstellung in Laubach: »Mehrgenerationenhäuser«

Laubach (pm). Zahlreiche Besucher waren im Rathaus zugegen, als dort Bürgermeister Peter Klug, Kathrin Wind vom Vorstand des Oberhessischen Diakoniezentrums sowie Elke Bär als Leiterin des Mehrgenerationenhauses eine Wanderausstellung des Hessischen Landesnetzwerkes eröffneten.

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Eröffnung der Ausstellung mit Elke Bär, Bürgermeister Peter Klug und Kathrin Wind (von rechts).(Foto: pm)
35 Schautafeln vor allem informieren noch bis 17. Februar über gesellschaftliche Entwicklungen und die vielfältigen Aufgaben, die die 29 Mehrgenerationenhäuser in Hessen als offene Begegnungsstätten in Zeiten des demografischen Wandels erfüllen. »Vieles ist schon selbstverständlich geworden«, sagte Wind unter dem Hinweis auf das Erzählcafé, das erst tags zuvor wieder stattgefunden hatte. Immerhin wird das Laubacher MGH heuer bereits fünf Jahre alt. Als dessen Arbeitsschwerpunkte nannte Bär Angebote in der Demenzbetreuung für Betroffene und Angehörige, Freizeitangebote für Senioren, den ambulanten Hospizdienst, die Stärkung ehrenamtlichen Engagements sowie allgemeine Netzwerkarbeit. Denn bei der Erfüllung seiner Aufgaben kooperiert das Haus mit vielen Partnern; etwa dem Beratungszentrum Laubach-Grünberg, den hiesigen

Schulen, den Kirchengemeinden, der Kreisvolkshochschule oder dem »Lokalen Bündnis« Hungen. Nicht zuletzt tragen auch einzelne Unternehmen bei zum erfolgreichen Miteinander. Das jüngste Projekt, so Bär, sei der Aufbau von Patenschaften, durch die Familien in der Kinderbetreuung unterstützt werden sollen. 500 Mehrgenerationenhäuser gibt es in unterschiedlichen Trägerschaften derzeit in Deutschland ? Tendenz steigend. Gemeinsam halten sie rund 10 500 Angebote für alle Altersgruppen vor, die bundesweit von rund 16 000 Freiwilligen aktiv unterstützt werden. Die Einrichtungen begreifen sich als Kompetenzzentren für das Miteinander der Generationen und für bürgerschaftliches Engagement. Ihre Angebotspalette umfasst Beratung, Betreuung und Bildung ebenso wie haushaltsnahe Dienstleistungen und kulturelle sowie sportliche Veranstaltungen. Besonders im strukturschwachen ländlichen Raum erweisen sie sich oft als einzige Möglichkeiten zur Pflege sozialer Netzwerke, wenn andere Orte der Kommunikation verschwunden sind. Vor diesem Hintergrund bezeichnete Bürgermeister Klug das Mehrgenerationenhaus als »wichtigen Standortfaktor für Laubach«.





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