Artikel vom
19.03.2010 - 23.21 Uhr
Unangeleinte Hunde: Ärger in Langgöns
Langgöns (js). In Langgöns wird zurzeit über ein Problem diskutiert, das auch in anderen Gemeinden immer wieder aktuell ist. Anwohner beispielweise aus den Wohngebieten »Hardt«, Fasanenweg und Kindergartenweg berichten, in der Kerngemeinde Langgöns komme es immer wieder zu Vorfällen, dass nicht angeleinte Hunde andere Vierbeiner verletzen.
Erst vor wenigen Tagen habe ein Foxterrier einem anderen Hund eine schwere Augenverletzung zugefügt. Dies darf nicht sein, ist man sich in Langgöns einig. Es gibt aber auch in der Diskussion die Argumentation von Bürgern, dass Hunde bisweilen auch Auslauf ohne Leine, ausreichende Bewegung brauchen.
Die Gemeinde Langgöns und der Kreis Gießen wiesen auf Anfrage der »Allgemeinen« darauf hin, dass Vorfälle vornehmlich durch frei herumlaufende Hunde oft bei den zuständigen Behörden nicht angezeigt werden, sodass man dem Sachverhalt nicht nachgehen könne. Die Halter der jeweiligen Vierbeiner einigen sich oft untereinander, ohne die Behörden einzuschalten. Die Ordnungsaufsicht liegt bei den Gemeindeverwaltungen.
Mehrere Langgönser berichtete der AZ, dass in der Gemeinde nicht angeleinte Hunde auch schon Artgenossen totgebissen haben. Ein Ärgernis sei auch, dass manche Gartenzäune einfach zu niedrig gesetzt sind und größere Hunde in Nachbargrundstücke springen können. Völlig unverständlich sei, dass die Gemeinde Langgöns bisher nicht energisch genug gegen folgende Gefahrensituation vorgegangen sei: An mehreren Tagen in der Woche auf dem Parkplatz der Langgönser Karl-Zeiss-Sporthalle sieht man aus rund einem Dutzend Autos große, kräftige Hunde (darunter Schäferhunde) springen, die von ihren Besitzern unangeleint dann in der Nähe eines Bahndammes und des Waldes frei herumlaufen. Mache Spaziergänger trauten sich dann nicht mehr in die Nähe der Sporthalle.
In Langgöns haben in den vergangenen Tagen immer mehr Bürger ihre Forderung bekräftigt, wonach die Gemeinde hier dringend einschreiten sollte. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre man froh, wenn sich die eine odere Fraktion des Gemeindeparlaments mit diesem Thema mal intensiv beschäftigen würde. Man dürfe vor diesem seit Wochen anhaltenden Ärgernis nicht die Augen verschließen.
Andere Langgönser wiederum warnen vor »Hysterie«
Es gibt auch andere Stimmen in Langgöns, die von Hysterie sprechen: Manche Bürger würden in ihren Beschreibungen übertreiben. Denn in Langgöns werde im allgemeinen darauf geachtet, dass Hunde nicht frei herumlaufen. Der »Allgemeinen« liegen Augenzeugenberichte vor, wonach es tatsächlich gravierende Vorfälle gegeben hat.
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natürlich hat ?js? mit vielem, was er schreibt recht. Auch gibt es hundehalter die ihre hunde nicht im griff haben oder nicht haben wollen. aber deshalb alle zu verdammen bzw. zu behaupten, nur eine minderheit habe ihre hunde im griff, ist schlichtweg falsch.
leider haben wir uns in deutschland eine mentalität angeeignet die ein zusammenleben fast unmöglich macht (sonst hätten die gerichte nicht so viel zu tun).
wenn wie hier genannt eine gruppe mit ihren hunden gemeinsam auf feldwegen gassi geht und sie ihre hunde frei laufen lassen ist dies in den augen vieler schon "gefährlich" und müßte verboten werden.
da kann ich nur sagen "falsch" hunde die in der gruppe gehen haben ein ganz anderes soziales verhalten als "leinenhunde" die ab und zu mal frei laufen dürfen.
mal ehrlich, wenn es tatsächlich mal zu kleineren streitigkeiten zwischen den hunden kommt (auch mit kleineren verletzungen) so ist es doch selbstverständlich das man sich untereinander einigt statt zur ordnungsbehörde zu laufen.
nun zum schluß noch eins, ich gehöre einer solchen hundegruppe an (genannt in dem artikel)
bisher ist bei uns nichts "gravierendes" vorgekommen und wir gehen schon seit mehr als 3 jahren gemeinsam und das mit bis zu 15 hunden (große und kleine).
auch wurden bisher weder jogger, spaziergänger, reiter oder radfahrer belästigt oder gefährdet.
ganz im gegenteil, wir haben unsere hunde so im griff, daß diese schon fast von allein sitz machen wenn andere personen vorbeikommen.
wir haben schon oft das das zauberwort ?danke? gehört.
ein bischen mehr toleranz von beiden seiten wäre gut und würde beiden seiten helfen.