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Parlament ebnete Weg für Großprojekt im »Magna Park«

Artikel vom 03.02.2012 - 17.37 Uhr

Parlament ebnete Weg für Großprojekt im »Magna Park«

Langgöns (hjp). Während der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag im Bürgerhaus Niederkleen hat das Langgönser Parlament mit der Zustimmung zum Flächennutzungsplan »Magna-Park« den Weg frei gemacht für die Umsetzung des bereits im vergangenen Jahr beschlossenen Bebauungsplans in diesem Bereich.

Derzeit stehen die Eigentümer des Geländes mit einem Großinvestor in Verhandlung, der hier rund 100 Millionen Euro investieren und etwa 500 Arbeitsplätze schaffen will.

Zuletzt hatte es Proteste gegen den Bebauungsplan gegeben, der Gebäude bis zu einer Höhe von rund 60 Metern auf einer Teilfläche zulässt. Planer Udo Piske aus Betzdorf, der für die Spedition Bork die Flächenentwicklung betreut, betonte im Laufe des Verfahrens zum Flächennutzungsplan, dass es zunächst zwei dieser hohen Silogebäude geben wird. In einer weiteren Ausbaustufe könne noch ein drittes dazu kommen. Die anderen Gebäude, so Piske, beschränkten sich auf eine Bauhöhe von zwölf bis 15 Metern. Bork rechnet damit, dass es in relativ kurzer Zeit zu einem entsprechenden Vertragsabschluss mit dem Investor kommen wird.

Gleichzeitig mit der Zustimmung zum Flächennutzungsplan machten die Gemeindevertreter den Weg frei für die Entwicklung einer Gewerbefläche direkt gegenüber der Spedition Bork. Hier sei aber noch nichts geplant, hieß es. Sollten auf dem Gelände der ehemaligen Ayerskaserne noch weitere Projekte entwickelt werden, liegt dies allein in den Händen der Butzbacher Stadtverordneten, da jetzt alle zur Gemarkung Langgöns gehörenden Flächen überplant sind.

Ebenfalls zugestimmt haben die Langgönser Gemeindevertreter der Aufstellung eines Bebauungsplans im Bereich »An der Ziegelhütte« in der Kerngemeinde Lang-Göns. Hier sind eine große Halle mit Photovoltaik-Dach, zwei Freiflächen mit Photovoltaik-Anlagen und ökologische Ausgleichsmaßnahmen geplant.

Bei der Wahl eines Schiedsamtsstellvertreters für Dornholzhausen wurde Mark Oeding einstimmig bestätigt. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde der Lang-Gönser Schiedsmann wieder gewählt. Nicht behandelt wurde ein Antrag der Koalition aus CDU/FDP und Bündnis 90/Die Grünen zum Ersatz der während des Weihnachtsmarkts in der Kerngemeinde gestohlenen Musikinstrumente der Bundesblaskapelle aus der Tiroler Partnerstadt St. Ulrich. Darüber hinaus teilte Bürgermeister Horst Röhrig auf Anfrage der CDU/FDP-Fraktion mit, dass in den Jahren 2010 und 2011 insgesamt 4.157 Festmeter Holz als Energieholz aus Langgönser Wäldern durch Hessenforst vermarktet worden seien. Zudem berichtete er auf Anfrage derselben Fraktion, dass, sobald es die Witterung zulasse, mit dem Bau einer barrierefreien Querungshilfe im Bereich Alte Bach/Lindenbaum zu rechnen sei.

Zurückgestellt wurde die Antwort auf eine Frage der SPD-Fraktion nach den Auswirkungen der ab 2012 beabsichtigen Mittelkürzungen der hessischen Landesregierung für den öffentlichen Personennahverkehr im Kreis Gießen und speziell für den Bereich Langgöns. Hier seien noch Recherchen notwendig, hieß es.

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