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25.01.2010 - 23.56 Uhr
Nur Pendler hatten keine Freude
Gießen (ti). Viel Geduld brauchten am Montag die Berufspendler auf dem Weg zur Arbeit. Der Landkreis lag unter einer weißen Decke aus Schnee. Noch am späten Vormittag ging es auf vielen Straßen nur schleppend voran, obwohl die Einsatzkräfte der Straßenmeisterei Alten-Buseck seit zwei Uhr unterwegs waren.
Problem: andauernder Schneefall. »Was vorne weggeschoben wurde, schneite in Kürze hinten wieder zu«, sagte Einsatzleiter Karl Lich. Am frühen Nachmittag waren die Straßen wieder frei. Zwei komplette Einsätze mit sechs Großfahrzeugen hatte sein Team bis dahin gefahren – pro Einsatz mehr als 300 Kilometer. Ähnlich sah es bei der Autobahnmeisterei in Reiskirchen aus. Gegen 19.15 Uhr am Sonntag waren die ersten von acht Fahrzeugen ausgerückt, die bis Montag um 11 Uhr auf knapp 180 Straßenkilometern im Dauereinsatz waren. Der Berufsverkehr in Richtung Frankfurt machte den Räumfahrzeugen das Durchkommen teilweise unmöglich. Von Fernwald aus staute sich der Verkehr fast bis ins Rhein-Main-Gebiet. Die letzten Einsatzkräfte waren noch am Nachmittag mit dem »Ausputzen« beschäftigt. Priorität habe die »durchgehende Strecke«, so Wolfgang Rüffer, Leiter der Autobahnmeisterei. Erst wenn »der Verkehrsteilnehmer sicher über die Fahrbahn kommt«, würden Anschlussstellen, Auf- und Abfahrten sowie Parkplätze und Standspuren vom Schnee befreit.
Witterungsbedingte Verkehrsunfälle hielten sich in Grenzen. Insgesamt sieben registrierte die Polizei seit Sonntagabend in Stadt und Landkreis. Unter anderem am Gießener Nordkreuz auf der B3 und mehrfach auf den Autobahnen. Gesamtschaden: rund 30 000 Euro.
Das stimmungsvolle »Winter-Foto-Dokument« von heute wurden am Montag kurz nach 7 Uhr im Langgönser Bahnhof aufgenommen. (ti / Foto: Geck)