Langgöns (t). Bei schönem Wetter hatten sich zahlreiche Besucher zur »Nacht der Lichter« im Cleeberger Waldhaus eingefunden. Eingeladen waren Jugendliche, junge und jung gebliebene Erwachsene aus Cleeberg und den Nachbarorten, aber auch Interessierte aus der weiteren Umgebung, die gerne singen oder einfach neugierig waren auf dieses besondere Ereignis.
Gesang und Gebet waren elementare Bestandteile der »Nacht der Lichter« im Cleeberger Waldhaus. (Foto: t)
Am Eingang zum Waldhaus wurden Liedertexte ausgegeben. Salvatore Bohl, der gemeinsam mit Mario Passauer die Veranstaltung organisiert hatte, begrüßte die vielen Besucher ebenso wie den Pfarrer aus Staden, Michael Wenzel, zu dem Treffen, das die evangelische Kirchengemeinde Cleeberg veranstaltete.
Singen und Beten geschehe im Namen Gottes, so Bohl. Schon am Nachmittag hatte es im Waldhaus verschiedene Workshops gegeben, wozu das Bauen von Meditationshockern, das Malen mit Acryl-Farben und Fußballspielen auf dem alten Sportplatz gehörten.
Die Idee der »Nacht der Lichter« kommt aus Taizé, einem kleinen Ort in Frankreich, in dem es seit 1940 eine Gemeinschaft von Brüdern gibt, die einfach und nach christlichen Grundsätzen leben. Jahr für Jahr zieht es tausende Jugendliche aus aller Welt dorthin, die für einige Tage dort leben, singen, unzählige Kerzen anzünden, Gottesdienst feiern sowie Frieden und Gemeinschaft erleben wollen. Die besondere Atmosphäre der Umgebung des Cleeberger Waldhauses und dieser Nacht ebenso wie der Gesang und die weitere Musik begeisterten die Jugendlichen und Erwachsenen der beiden großen christlichen Konfessionen. Das Cleeberger Waldhaus ist den offenen Versammlungshütten in Taizé ähnlich, jedoch ohne Strom. Die Besucher hatten Kerzen mitgebracht. Am Eingang wurden sie vom Pfarrer empfangen. Zu den nachfolgenden Gebeten sang man Lieder wie »Meine Hoffnung und meine Freude«, den »Friedensgruß« und »Ave Maria«. Und während der Gebete wurden unzählige Lichter zum Zeichen der Auferstehung Christi angezündet. Biblische Texte und Gedichte wurden in verschiedenen Sprachen gesprochen, denn so entspricht es dem Anliegen von Taizé. Die mehrstündige Veranstaltung bestand aus den Gesängen zum gesprochenen Gebet, aus Lesungen und aus Passagen der Stille. So herrschte zwischendurch bis zu zehn Minuten lang völlige Stille, in der jeder im Gebet versunken war. Jeder hielt dabei eine Kerze in der Hand. Für jede Fürbitte wurde an diesem Abend eine Kerze angezündet, die man dann vor das Kreuz stellte. Im Verlauf der Veranstaltung wurde auch Essen gereicht. Zum Abschluss gab es hinter dem Waldhaus ein kleines Lagerfeuer, an dem noch viele Lieder gesungen wurden.