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»Muss ein weiterer Unfall passieren?«

Artikel vom 02.11.2009 - 19.07 Uhr

»Muss ein weiterer Unfall passieren?«

Langgöns (js). »Wie oft muss etwas passieren, damit endlich etwas geschieht?!« Pfarrer Achim Keßler war auch noch am Montag aufgrund eines neuerlichen Unfalls darüber verärgert, dass ein gefährlicher Straßenverkehrspunkt in Langgöns nicht schon längst entschärft worden ist. Die »Allgemeine« hatte berichtet, dass ein Verkehrsunfall am vergangenen Samstag eine Veranstaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Langgöns zum Reformationstag überschattet hatte
Gegen 19.15 Uhr war ein 76-jähriger Mann beim Überqueren der Obergasse in der Nähe der Kirche von einem Pkw angefahren und dabei schwer verletzt worden. Laut Polizeibericht »hatte der 76-Jährige die Obergasse überquert, ohne auf den Straßenverkehr zu achten.« Eine 41-Jährige aus Pohl-Göns befuhr zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Pkw die Obergasse aus Richtung Moorgasse kommend in Richtung »Am Lindenbaum«. Der Fußgänger kam zu Fall, nachdem er die Fahrbahn überquert hatte.

Laut Polizei konnte nicht abschließend geklärt werden, ob der Fußgänger von dem Wagen erfasst worden ist. Spuren am Pkw seien nicht gefunden worden. Der Fußgänger musste mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Wie Pfarrer Keßler sagte, wollte der 76-Jährige offensichtlich zum Luther-Abend der evangelischen Kirchengemeinde Langgöns. Um so betroffener hatten Pfarrer Hartmut Völkner und Achim Keßler auf den Unfall reagiert. Keßler unterstrich gestern noch mal, dass die evangelische Kirche Langgöns sich nun schon seit einem Jahrzehnt vergeblich engagiert, damit in der Nähe der Jakobuskirche ein Zebrastreifen, eine Ampel oder eine andere Querungshilfe eingerichtet werden. Denn die Obergasse neben der Kirche und dem Gemeindezentrum ist eine Durchgangsstraße in Langgöns, die stark befahren wird. Keßler weist darauf hin, dass es in den vergangenen Jahren an dieser Stelle mehrere Unfälle gegeben hat.

Ortsvorsteher Bodo Kamin sagte auf Anfrage der AZ gestern, der Ortsbeirat stehe hinter der Forderung der evangelischen Kirche Langgöns. Zwar habe laut dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) eine Zählung keinen dringend Bedarf für Maßnahmen wie eine Ampel oder Zebrastreifen ergeben. Dass ändere nichts an der Tatsache, dass die Straßenverkehrspunkt eine Gefährdung darstellt. Die AZ versuchte gestern beim ASV vergeblich, den zuständigen Ansprechpartner zu erreichen.

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Artikel vom 02.11.2009 - 19.07 Uhr
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