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Langgöns: Personalrat befürchtet ein »Ausbluten der Verwaltung«

Artikel vom 04.02.2010 - 23.00 Uhr

Langgöns: Personalrat befürchtet ein »Ausbluten der Verwaltung«

Langgöns (hjp). Bei einer Umsetzung des von CDU, Grünen und FDP angedachten Konsolidierungskonzeptes für den Haushalt der Gemeinde Langgöns befürchtet der Personalrat ein »Ausbluten der Verwaltung«.
Das geht aus einem Schreiben des Personalrats an den Gemeindevorstand sowie an die in der Gemeindevertretung sitzenden Fraktionen hervor. »Mit der Einsparung von Stellen werden die Bediensteten sowohl der Gemeindeverwaltung als auch die Beschäftigten beim Bauhof der Gemeinde noch stärker mit den bestehenden Arbeiten belastet, die ohnehin kaum zu bewältigen sind«, heißt es in dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt. Zudem würden durch Anträge aus den Gemeindegremien die Mitarbeiter über ihre normale Verwaltungstätigkeit hinaus mit aufwändigen Arbeiten belastet.

Darüber hinaus fühlten sich die Bediensteten mittlerweile als »politischer Spielball«, was deren Situation noch weiter beeinträchtigen würde. Bereits jetzt, so schreibt der Personalrat weiter, sei es »nicht verwunderlich, dass schon eine Vielzahl an schwerwiegenden Erkrankungen vorliegen«, die auf eine Überlastung am Arbeitsplatz zurückzuführen seien. Auch im Bereich des Bauhofes führe eine Vielzahl von Arbeitsaufträgen und der von der Politik ausgeübte Druck zu deren Umsetzung zu einer Situation, »die zeitweise die Sicherheit am Arbeitsplatz nicht mehr gewährleistet«. Die Belastung der Mitarbeiter sei jetzt schon erheblich und solle durch die vorgesehenen Maßnahmen noch verstärkt werden. »Hier ist die Politik aufgefordert, endlich ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen,« erwartet der Personalrat von den gemeindlichen Gremien. Es könne nicht sein, »dass ein Teil der Bediensteten der Gemeinde jetzt extrem zur Behebung der finanziellen Misere der Gemeinde Langgöns beitragen soll, die weltweit von Bankern, Managern aber auch durch politische Entscheidungen herbeigeführt« sei. Der Personalrat betont, dass die Bediensteten der Gemeinde ihre Arbeit motiviert und mit hohem Engagement leisteten und bestrebt seien, das Beste für die Gemeinde Langgöns und ihre Einwohner zu wollen. »Aus diesem Grunde wäre es nicht verwunderlich, wenn die beabsichtigte Stellen- und Wiederbesetzungssperre zu einer Demotivation der Bediensteten führt«. Die Probleme, so heißt es weiter, seien dem Gemeindevorstand seit längerem bekannt. Doch fühlten sich die Bediensteten von den Beigeordneten und Mandatsträgern »nicht ernst genommen, ja teilweise sogar belächelt«. Eine 2006 durchgeführte Verwaltungsorganisations-Untersuchung im Rathaus habe ergeben, dass die »volle Arbeitsauslastung des Rathauses« gegeben sei. Ohne Berücksichtigung dieses Ergebnisses sei stattdessen in den vergangenen Jahren die Personalausstattung der Verwaltung weiter gesenkt und gleichzeitig die Belastung des Personals erhöht worden. Deshalb appelliere der Personalrat an die Gemeindevertretung, Abstand zu nehmen von der Verhängung einer Stellen- und Wiederbesetzungssperre. Diese schade der Gemeinde mehr, als sie nütze, und verärgere die Einwohner der Gemeinde Langgöns.

Das Haushaltskonsolidierungskonzept stand am Donnerstagabend in der Sitzung der Gemeindevertretung zur Abstimmung. Weiterer Bericht folgt.

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Artikel vom 04.02.2010 - 23.00 Uhr
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