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Jugendreferentin für Kirchengemeinde in Langgöns

Artikel vom 18.01.2012 - 10.00 Uhr

Jugendreferentin für Kirchengemeinde in Langgöns

Langgöns (agl). Alexandra Sczigiol wirkt seit Jahresbeginn als Jugendreferentin in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Langgöns. Damit möchten Kirchenvorstand und die Pfarrer Hartmut Völkner sowie Achim Keßler eine Kontinuität in der Arbeit für Kinder und Jugendliche schaffen und zudem die Weichen langfristig stellen.

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Die neue Jugendreferentin Alexandra Sczigiol umrahmt von den Pfarrern Achim Keßler (links) und Hartmut Völkner. (Foto: agl)
Im Pressegespräch verwies Keßler am Dienstag darauf, dass Völkner 2017 in Ruhestand geht. Danach werde es keine zwei vollen Pfarrstellen mehr in der Gemeinde geben.

Im vergangenen September wurde, wie berichtet, der »Pro Jugend – Verein für Kinder- und Jugendhilfe Langgöns« gegründet, der die halbe Stelle langfristig finanzieren soll und selbst auf Spenden angewiesen ist. Die Anschubfinanzierung für die Arbeit von Alexandra Sczigiol wird – nach Beschluss des Kirchenvorstands – zwei Jahre lang aus der Kasse der evangelischen Kirchengemeinde gezahlt. Erst sei es wichtig, eine Person zu haben, um die Menschen zum Spenden zu motivieren, hieß es am Dienstag. Etwa 25 000 Euro koste die halbe Stelle pro Jahr, wie Keßler mitteilte. Die ersten Spenden seien bereits geflossen.

»Alexandra ist uns wirklich vom Himmel gefallen«, sagte Keßler. Die 26-Jährige kommt aus dem oberfränkischen Neuenmarkt, und ihr Mann hat eine Stelle beim Brunnen-Verlag in Gießen (Chrischona-Beteiligungsgesellschaft) bekommen. Sie hat sich daraufhin im Internet schlau gemacht und ist bei den Langgönsern fündig geworden. In ihrer nun ehemaligen Heimat hat die junge Frau als Erzieherin gearbeitet und sich ehrenamtlich in der Kirchenarbeit für Kinder und Jugendliche engagiert.



»Wir sind sehr offen«



Was ihr künftiges Wirken in Langgöns betrifft, so verwies Pfarrer Völkner darauf, dass es in der Kirchengemeinde durchaus ein aktives Gemeindeleben gebe. »Aber wir haben keine Kontinuität in der Kinder- und Jugendarbeit.« Was nicht heißt, dass es derzeit keine Angebote gebe: Beispiele sind Kindergottesdienst, das Treffen »Wunderkinder«, das Kinderfilmcafé, der Mädchenkreis »Girls base«, das Krippenspiel mit mehr als 40 Kindern. Nun soll, mit Hilfe der neuen Kraft, erstmal geschaut werden, »wo die Löcher sind«, dann soll ein Konzept entwickelt werden. Eine Lücke sei schon ausgemacht: »Wir haben nichts für Kinder nach der Konfirmation«, so Völkner. Und sein Amtskollege ergänzte: »Das ist ein Defizit.« Es gebe zahlreiche Freizeitangebote und viele Anforderungen in der Schule; das zu lösen, sei schwierig.

Hingegen dürfte ein anderer Aspekt weniger schwierig sein: »Unser Problem war nie, Mitarbeiter zu haben«, sagt Keßler. Wichtig werde in Zukunft aber insbesondere auch die Mitarbeiterschulung. Alexandra Sczigiol soll also koordinieren, mit den Ehrenamtlichen zusammenarbeiten und mit ihnen gemeinsam Dauerhaftes schaffen. »Wir sind sehr offen«, betonte Völkner, der sich als ein Beispiel auch die Öffnung des Jugendkellers »ohne großes Programm« vorstellen kann.



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