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HR dreht im dollen Dorf Cleeberg

Artikel vom 27.08.2010 - 21.29 Uhr

HR dreht im dollen Dorf Cleeberg

Langgöns (hjp). Schaffen sie es oder schaffen sie es nicht - das ist für die Bewohner des Langgönser Bergdorfs die große Frage. Motiviert sind die Cleeberger auf jeden Fall, als ultimatives »Dolle Dorf« auf dem nächsten Hessentag gekürt zu werden.
Dörfliche Idylle mit der Kamera eingefangen: Liebevoll werden zahlreichen Blumenkübel gepflegt.
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Dörfliche Idylle mit der Kamera eingefangen: Liebevoll werden zahlreichen Blumenkübel gepflegt.
© hjp
Bereits kurz nach der Ziehung aus der Hessenschau-Lostrommel setzte sich - wie bereits in der Freitagausgabe berichtet - in dem rund 1200-Einwohner-Dorf eine Maschinerie in Gang, die beispielhaft für andere Kommunen sein könnte. Eine Telefonkette wurde organisiert, die Feuerwehr fuhr mit zwei Fahrzeugen durch die engen Straßen des Ortes, um Dörfler ins Bürgerhaus zu bringen.

Das vierköpfige HR-Fernsehteam unter der Leitung von Redakteur Jens Kölker wurde gebührend im Bürgerhause empfangen. Rund 100 waren es schließlich, die zahlreiche Vorschläge für das letztlich rund fünfminütige Fernsehstück einbrachten. Vieles wurde verworfen - gibt’s überall oder hatten wir schon vor drei Wochen - doch die Themen, die nach intensiver Auswahl übrig blieben, sollten auch hessenweit Beachtung finden.

Wo gibt es schon einen »Judenbrunnen« mitten im Ort, in den das Kind nicht reinfällt, sondern rausgeholt wird? Demonstriert von Cleebergs Hebamme Rosemarie Schimpf fällt das Kind in Cleeberg nicht in den Brunnen, sondern wird der Sage nach von der Kindfrau, der heutigen Hebamme, aus dem Brunnen in der Alten Gasse geholt.

Mehrere Anläufe waren für Rosel Schimpf notwendig, bis genügend Material für den Schnitt »im Kasten« war. Nicht nur deshalb mag man in Cleeberg besonders gespannt sein, wie sich am Ende der Einsatz der Akteure auf dem Bildschirm macht. Auch die Darstellung des Besuchs des Fernsehteams in Cleebergs Kindergarten wird von besonderem Interesse sein. Zufällig hatten die Kleinen wenige Tage zuvor im Wald nach Holunderbeeren gesucht und unter der Leitung von Elke Hoffmann auch welche gefunden. Gerade für Freitag war geplant, diese gemeinsam zur Holunder-Gelee einzukochen. Ein willkommenes Motiv für die Fernsehleute, die die Kita-Kinder dabei beobachteten, wie sie aus der tiefroten Flüssigkeit der ausgepressten Beeren in kurzer Zeit einen Schmackhaften Brotaufstrich herstellten - alles unter genauer Beobachtung durch die Fernsehkamera.

Dass sich viele Cleeberger für das Aussehen ihres Dorfes einsetzen, dokumentierten die »Blumenfrauen«. Die sind es, die sich um die zahlreichen Blumenkübel im Dorf kümmern, im Frühjahr pflanzen und während der Blütezeit die Blumen gießen und verblühtes aus den Kübeln entfernen. Offensichtlich mit großem Erfolg.



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Artikel vom 27.08.2010 - 21.29 Uhr
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