Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Kreis » Städte und Gemeinden » Langgöns »

Dank der Eigenregie der Eltern entstand ein Erlebnisplatz

Artikel vom 17.06.2009 - 16.54 Uhr

Dank der Eigenregie der Eltern entstand ein Erlebnisplatz

Langgöns (js). Die Freude bei den Kindern, den Erzieherinnen und den Eltern ist groß: Die Neugestaltung des »Spielbudchen«-Außengeländes in Dornholzhause
Gestern beim sommerlichen Verschnaufspäuschen auf dem neugestalteten Außengelände des Kindergartens »Spielbuchen«; in der Mitte
Lupe - Artikelbild vergrössern
Gestern beim sommerlichen Verschnaufspäuschen auf dem neugestalteten Außengelände des Kindergartens »Spielbuchen«; in der Mitte die Leiterin Silke Kosch. (Foto: js)
n ist gut wie abgeschlossen. Die Vorbereitungen zur öffentlichen Einweihung am 27. Juni (14 Uhr) laufen. Der Eigeninitiative des Elternbeirats bezw. der Eltern in Zusammenarbeit mit der »Spielbuchen«-Leitung sei es zu verdanken, dass das Außengelände zu einem Erlebnisplatz wurde, wie die Kindergartenleiterin Silke Kosch gestern auf Anfrage der »Allgemeinen« erläuterte. Mit Unterstützung der Eltern, ehemaligen Eltern und Freunden wurde das Außenareal umgestaltet - »kostengünstig«, so Silke Kosch.

Die Kosten für die Gemeinde betragen 11 000 Euro. Bei der Neugestaltung entstanden beispielsweise ein Tunnel mit Brücke, ein Baumhaus mit einer Rutsche, ein Sandloch mit »Findlingen« und ein Wiesenhügel. Seit vielen Jahren hatte Silke Kosch, wie sie berichtet, »den Wunsch, das Außengelände für die Kinder interessanter und erlebnisreicher zu gestalten.« In Christian Ulm (Elternbeirat und Landschaftsgärtner) habe sie einen Visionär mit Umsetzungscharakter gefunden. Sie schilderte den Werdegang weiter: »2006 wurde im Rahmen des Projekts ›Raumträume - wir Kinder gestalten das Spielbudchen um‹ ein Naschgarten - auch mit Mädchen und Jungen der Eltern - gezaubert. Seitdem können die Kinder während des Spielens an Beeren verschiedener Art, Äpfeln und verschiedenen Kräutern naschen.«

Im vergangenen Jahr sei deutlich geworden, dass das damals noch bestehende Kletterhaus aus Sicherheitsgründen abgebaut werden musste. Kosch weiter: »So planten Christian Ulm, Martin Seidel (Angestellter der Gemeinde Langgöns) und ich für 2009 das Außengelände neu, was von Bürgermeister Horst Röhrig sofort unterstützt wurde.

Kosch begründet , warum ein anderes Außengelände notwendig gewesen sei: »In unserer heutigen Zeit fallen die Kinder immer mehr in ihren Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen auf, was belegt ist durch Ärzte, Lehrer, Psychologen, Pädagogen. Das hat unter anderem mit dem veränderten Umfeld der Kinder zu tun.« Die Lebensräume wie natürliche Spielfelder seien immer mehr eingeschränkt, unter anderem durch verstärkten Straßenverkehr. Folge: Die Kinder können kaum noch alleine nach draußen gehen und spielen, sie seien deshalb in ihren Körper- und Lernerfahrungen stark eingeschränkt. Nicht selten müssten sie in Krankengymnastik oder Ergotherapie ihre Defizite aufarbeiten.

Und in der Hirnforschung sei bekannt, dass ein gutes Körperbewusstsein und auch eine gute Wahrnehmung Grundlagen für die Lernfähigkeiten der Kinder sind. Körpererfahrungen und Wahrnehmungserlebnisse könne man den Kindern sehr gut in einem Außengelände bieten, dass unterschiedliche Ebenen aufweist und einen Spielort bietet, der zur Bewegung und zur Fantasie anregt.

Das Grundkonzept richte sich nach den Lernfeldern der Kinder (unterschiedliche Wahrnehmungsbereiche erfahrbar machen, alle Körperteile kommen durch verschiedene Ebenen in Bewegung, das Erfahren von unterschiedlichen Bodenmaterialien). In der Planung seien alle gesetzlichen Bestimmungen wie TÜV, Unfallsicherheit berücksichtigt worden. Wie bereits erwähnt, ist mit Hilfe der Eltern, ehemaligen Eltern (Michael Detlefsen) und Freunden (Chris Lejosne, Martin Seidel) des »Spielbudchens« an den Wochenenden federführend von Christian Ulm das Spielgelände umgestaltet worden. Zur offiziellen Vorstellung des umgestalteten Außengeländes des Kindergartens, den 28 Kinder besuchen, ist die Bevölkerung herzlich eingeladen. Für Speis und Trank sorgen am 27. Juni die Kita-Eltern.

Kosch abschließend: »Die Kinder und Erzieherinnen bedanken sich bei allen Helferinnen und Helfern. Die Kinder sind glücklich mit ihrem neuen Spielplatz, das ist an dem Spielverhalten der Kinder deutlich zu sehen.«

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 17.06.2009 - 16.54 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang