Langgöns (hjp). In ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag im Feuerwehrgerätehaus hat die Freiwillige Feuerwehr Cleeberg zahlreiche langjährige Mitglieder für ihre Treue zum Feuerwehrverein ausgezeichnet.
Langjährige Mitglieder der Cleeberger Feuerwehr wurden ausgezeichnet. (Foto: hjp)
Allen voran Bruno Strauß, der seit 40 Jahren die Feuerwehr unterstützt und hierfür die Goldene Vereinsnadel erhielt. Vorsitzender Arndt Wagner und sein Stellvertreter Hans Rühl ehrten elf weitere Mitglieder für 25-jährige Treue: Ortwin Strauss, Stefanie Seip, Erik Schimpf, Alexandra Fischer, Alexandra Viehmann, Monika Röhrig, Frank Dreikausen, Thorsten Jung, Katja Jung, Sabine Winter und Kerstin Schmidt erhielten die silberne Vereinsnadel.
Zudem wählten die Mitglieder den kompletten Vorstand: Als Vorsitzender fungiert weiterhin Arndt Wagner, sein Stellvertreter ist fortan Nils Klingelhöfer (für Hans Rühl), Rechnungsführerin bleibt Anja Patzelt-Wagner (Stellvertreter: Dieter Wagner), Schriftführerin bleibt Sabine Winter (Jörg Schmidt), Jugendwart Simon Heep (Andreas Heep, Benedikt Lang), Minifeuerwehrwart Simon Lauber (Lukas Schindel), zum neuen Gerätewart wurde der bisherige stellvertretende Wehrführer Harald Repp und zu seinem Stellvertreter Jörg Klingelhöfer gewählt. Wehrführer bleibt Thorsten Jung, sein Stellvertreter ist Steffen Fritz.
Röhrig rechnet mit Neubau 2013
Zuvor hatte Vereinsvorsitzender Wagner über die vielfältigen Aktivitäten des 251 Mitglieder zählenden Feuerwehrvereins im vergangenen Jahr berichtet. Dabei neben dem Grenzgang nach Butzbach und einem Tagesausflug nach Frankfurt vor allem die zahlreichen Unternehmungen der Feuerwehr im Umfeld der Bewerbung zum Wettbewerb »Dolles Dorf 2011«. Auch Wehrführer Jung konnte auf ein ereignisreiches Jahr zurück blicken: »Mit exakt 30 Einsätzen weist die Statistik für das vergangenen Jahr einen Rekordwert auf.«. Allein 22 Einsätze habe es während des Sturms am 24. August gegeben. »Innerhalb von nur 15 Minuten hatte eine Windhose eine Spur der Verwüstung in Cleeberg und den Nachbarorten hinterlassen. Bilder von abgedeckten Dächern, zahlreichen umgestürzten Bäumen und umher fliegenden Trümmerteilen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, hatten sich plötzlich und ohne Vorwarnung vor der eigenen Haustür abgespielt«, berichtete Jung.
Gemeinsam mit den anderen Wehren aus allen Langgönser Ortsteilen seien insgesamt 60 Einsatzstellen abgearbeitet worden. Bewährt habe sich dabei die im Gerätehaus eingerichtete technische Einsatzleitstelle unter der Leitung des Gemeindebrandinspektors Thomas Heckrodt. »Dieser Tag hat erneut die elementar wichtige Bedeutung einer funktionierenden Feuerwehr in allen Ortsteilen verdeutlicht,« sagte Jung weiter. Gezeigt habe sich aber auch, dass die Zusammenarbeit der Feuerwehren der Gemeinde untereinander Vorbildcharakter habe. Auch Bürgermeister Horst Röhrig betonte die Bedeutung der Feuerwehren in allen Ortsteilen: »Es ist wichtig, ›auf beiden Seiten des Waldes» eine funktionierende Einsatzabteilung vorzuhalten, damit man nötigenfalls in einem Schadensfall zwar gemeinsam aber an getrennten Einsatzstellen Schadensfälle bekämpfen kann.«
Röhrig hob zudem die immer gewährleistete Tagesbereitschaft in Truppstärke hervor, was letztlich auch dazu geführt habe, dass man mit dem neuen Hilfeleistungsfahrzeug auf Platz eins in der Prioritätenliste der Ersatzbeschaffungen im Landkreis stehe. Hierfür hatte man sich gemeinsam mit Gemeindebrandinspektor Heckrodt bei der zuständigen Kreisbehörde eingesetzt. Während der Bewilligungsbescheid des Landeszuschusses noch ausstehe, seien im Haushalt der Gemeinde bereits Gelder für das neue Fahrzeug eingestellt worden. Röhrig rechnet weiter damit, dass mit dem Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Cleeberg 2013 zu rechnen sei.