Cleeberg: Einsatzkräfte deckten bei Übung Schwachstellen auf
Langgöns (hjp). Eigentlich sollte es am Dienstagabend eine Routine-Übung der Cleeberger Feuerwehr werden.
Bei der Übung im Bombachgrund stellte sich die Wasserversorgung als Problem dar. (Foto: hjp)
Im Bombachgrund zwischen Cleeberg und Oberkleen war es - so wurde als Übungsszenario angenommen - nach anhaltender Trockenheit zu einem »Waldbrand« gekommen. Die Cleeberger Brandschützer mussten nahezu in voller Stärke der Einsatzabteilung ausrücken, um diesen »Brand« zu löschen.
In Windeseile wurde am dort fließenden Bombach eine Wasserentnahmestelle eingerichtet, Gestrüpp entfernt und ein kleiner Damm gebaut, der das Wasser aufstauen sollte, damit man mittels Saugschlauch Wasser zum Löschen heranschaffen konnte. Aber: Die Pumpen schafften es gerade mal, rund 50 Liter dreckige Brühe in Richtung Waldrand zu befördern. Dann war Schluss. Mehr gab der Bach nicht her.
»Eins wissen wir jetzt«, sagte Einsatzleiter Harald Repp, »der Bombach führt zu dieser Jahreszeit viel zu wenig Wasser, um damit einen Brand zu löschen«.
Und noch etwas wurde während der Übung deutlich: Die Feuerwehr hat keinen Schlüssel für den nahe gelegenen Tiefbrunnen. Dennoch zeigte sich Repp mit der Übung zufrieden: »Solche Einsatzübungen sind dazu da, einerseits unsere ehrenamtlichen Helfer zu schulen - und die haben gute Arbeit geleistet. Aber auf der anderen Seite auch dazu, eventuelle Schwachstellen aufzudecken. Und hier haben wir definitiv eine gefunden.« Man werde sich, so Repp weiter, umgehend mit der Gemeinde und den Gemeindewerken in Verbindung setzen und einen Schlüssel für das Gelände des Tiefbrunnens besorgen. Im Ernstfall hätte es dagegen sowieso anders ausgesehen: »Dann hätten wir das Tor gewaltsam geöffnet, um an Wasser heranzukommen.«