Artikel vom
11.02.2010 - 22.00 Uhr
Ärger um Verkehrsführung in Dornholzhausen
Langgöns (sha). In einer emotionalen Diskussion machten etwa 20 Anwohner der Wickengartenstraße im Langgönser Ortsteil Dornholzhausen ihrem Ärger Luft, als Bürgermeister Horst Röhrig (SPD) sich während der Ortsbeiratssitzung am Montag zu diesem Thema äußerte.
Auf Anfrage des Ortsbeirats sagte Röhrig im Bürgerhaus Dornholzhausen, dass die gegenwärtige Verkehrsführung bei einem Ortstermin mehrerer Behörden mündlich so vereinbart worden sei. Ein schriftliches Protokoll dieser Zusammenkunft sei nach seiner Meinung nicht vorhanden, so der Bürgermeister.
Grund für die Verärgerung zahlreicher Bürger in Dornholzhausen, insbesondere der Anwohner der Wickengartenstraße, ist eine geänderte Verkehrsführung vor Ort. Anstatt - wie ursprünglich vom Ortsbeirat gefordert - ist in der Folge des genannten Ortstermins der verschiedenen Behörden nicht die Wickengartenstraße zu einer Einbahnstraße umgewidmet geworden, sondern die Kleebachstraße. In der Konsequenz dieser Änderung fahren nun alle aus Niederkleen ankommenden Pkw über die weiterhin für beide Fahrtrichtungen geöffnete Wickengartenstraße in den Ort hinein, was dort aufgrund der geringen Fahrbahnbreite zu erheblichen Schwierigkeiten führt.
Über den Verbleib und die Wirkung diesbezüglich verfasster Schreiben durch einzelne Anwohner, die anlässlich der vergangenen Ortsbeiratssitzung der Gemeinde übergeben worden waren, konnte Röhrig keine neuen Erkenntnisse mitteilen, ebensowenig über die Folgen eines Beschlusses des Umwelt- und Verkehrsausschusses der Gemeinde Langgöns, die in Rede stehende Einbahnstraßenregelung zurückzunehmen.
Lange Dikussion gab es auch beim Thema »Jugendraum«
Eine längere Diskussion ergab sich auch beim Thema Jugendraum. Der Ortsbeirat Dornholzhausen warb erneut dafür, das als »Glashaus« bezeichnete Gebäude, das dem Bürgerhaus vorgelagert ist, den Jugendlichen vor Ort als einen Treffpunkt zur Verfügung zu stellen. Bürgermeister Röhrig verwies auf haftungsrechtliche Bestimmungen sowie auf gesetzliche Vorschriften, um deutlich zu machen, dass der Gemeindevorstand in diesem Fall nicht bereit sei, den Jugendraum ohne fachliche Betreuung zu öffnen. Schließlich erklärte sich Röhrig aber bereit, zu prüfen, ob eine Vermietung des Raumes im Rahmen eines Überlassungsvertrages vorgenommen werden könnte. Der Ortsbeirat wird nun seinerseits überprüfen, welche ortsansässigen Vereine oder Personen diese Anmietung übernehmen könnten. In einer folgenden Abstimmung votierten die Beiratsmitglieder bei nur einer Gegenstimme dafür, auch den Sozialausschuss mit dieser Angelegenheit zu befassen.