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AK »Leben nach Tschernobyl«: Openair im Jubiläumsjahr

Artikel vom 24.04.2010 - 11.00 Uhr

AK »Leben nach Tschernobyl«: Openair im Jubiläumsjahr

Langgöns (ik). »So soll die Welt nicht bleiben«: Das ist die tragende Herausforderung und Perspektive all jener, die sich im Arbeitskreis »Leben nach Tschernobyl« in der evangelischen Kirchengemeinde Langgöns engagieren. Im Oktober 1990, rund vier Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, wurde die Gruppe gegründet. Die Hilfe »aus Langgöns« hat einen geschätzten materiellen Wert von rund zehn Millionen Euro. Und nun wird gefeiert.
Arbeitskreis »Leben nach Tschernobyl«: Voller Elan werden die Jubiläumsfeierlichkeiten vorbereitet.	(Foto: ik)
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Arbeitskreis »Leben nach Tschernobyl«: Voller Elan werden die Jubiläumsfeierlichkeiten vorbereitet. (Foto: ik)
Das Openair-Konzert mit der »Tom Pfeiffer Band« und der Rockband »Schmied Loaf« am Sa., 4. September, 20 Uhr, auf dem Gelände der Firma Weil wird zweifellos der publikumsträchtige Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Der Vorverkauf der Eintrittskarten à 10 Euro hat bereits innerhalb verschiedener Ortsvereine begonnen; die »zweite Welle« setzt mit den nächsten Kleidersammlungen am 30. April, 7. & 14 Mai (jeweils 16 bis 18 Uhr, am Bahnhof Langgöns) ein. Im »freien Verkauf« wird es die Tickets vom 15. Mai an geben.

In ganz Langgöns sind bereits rund 8000 der handlichen »AK Tschernobyl«-Veranstaltungskalender verteilt worden; junge Leute haben sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Doch nicht nur in der Gemeinde Langgöns ist der Arbeitskreis mit seiner humanitären und politischen Arbeit fest verwurzelt. Viel Unterstützung, vor allem wenn es um das Sammeln von gut erhaltener Bekleidung für einen der zahlreichen Hilfstransporte nach Borispol (Ukraine) geht, kommt aus dem gesamten Gießener Land. Und weil das eben so ist, wird das »Zwanzigjährige« auch mit einem umfangreichen Programm gefeiert - mitten in Langgöns.

»So was wie uns gibt es hier ja nicht so oft«, räumte Pfarrer Eberhard Klein am Donnerstagabend stolz ein, als die Arbeitskreis-Runde im Pressegespräch die Details der einzelnen Veranstaltungen bekanntgab. Diese werden im Wesentlichen durch eine breit angelegte Spendenaktion finanziert; in den kommenden Tagen erreichen entsprechende »Spendenbriefe« ihre Empfänger. Neben den Arbeitskreis-Mitgliedern sind bereits etliche Langgönser Privatpersonen, Unternehmen, Gruppen und Vereine in die Organisation der Feierlichkeiten eingebunden. Auftakt ist bereits an diesem Sonntag mit einem Gedenkgottesdienst um 19.30 Uhr in der evangelischen Kirche. Das Thema: »24 Jahre nach der Reaktorkatastrophe«.

Weiter geht’s am Freitag, 18. Juni, um 16 Uhr - dort, wo vor 20 Jahren mit den »Kindern von Tschernobyl« alles begonnen hat: in der Grundschule. Elternvertretung, Förderverein und Kollegium bereiten das Jubiläumskonzert mit Fredrik Vahle und »Special Guest« Dietlind Grabe-Bolz (der Oberbürgermeisterin von Gießen) vor. Der Eintritt ist frei. Die während der einzelnen Feierlichkeiten gesammelten Spenden werden ausschließlich für die humanitären Projekte des Arbeitskreises verwendet, kommen zum Beispiel der Suppenküche und der Nähstube in Borispol zugute.

Die ehrenamtliche Arbeit der Langgönser Gruppe in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten wird in einer »Tschernobyl-Ausstellung« beleuchtet, die vom 11. bis 25. Oktober im Rathaus gezeigt wird. Dabei geht es nicht nur um die humanitäre Arbeit vor Ort in der Ukraine, sondern auch um die politische Zielsetzung des Arbeitskreises. »Auch zukünftig werden wir uns immer wieder in energiepolitische Fragen einmischen. Aus Verantwortung für das Leben zukünftiger Generationen,« hat sich der Arbeitskreis auf seine Fahnen geschrieben. Und das Thema hat nichts von seiner Aktualität verloren: An diesem Samstag nehmen Mitglieder des Arbeitskreises an der geplanten »Umzingelung« des Atomkraftwerkes Biblis teil. Außerdem wurde am Donnerstagabend beschlossen, die Anti-Atom-Demonstration durch eine Spende vom Organisationskonto zu unterstützen



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Artikel vom 24.04.2010 - 11.00 Uhr
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