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Zukunft der Grundschule Atzbach ist noch offen

Artikel vom 18.09.2011 - 12.16 Uhr

Zukunft der Grundschule Atzbach ist noch offen

Lahnau/Wettenberg (so/bf). Noch immer ist die Zukunft der Grundschule Atzbach offen – denn es ist noch nicht entschieden, ob sie nach einer (erhofften) Sanierung des Amthofes dort wieder einziehen kann. Dies ist der Wunsch der Schulgemeinde und vieler Atzbacher sowie vom Grundsatz her Konsens im Lahnauer Parlament.

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Amthof Atzbach alte Grundschule Foto: so
Doch der Kreis als Schulträger hat nach wie vor Alternativplanungen, will bis zum Jahresende eine Entscheidung treffen. Und hält daran fest, in die Grundschule Atzbach maximal 1,5 Millionen Euro investieren zu wollen – für die Amthof-Sanierung oder einen Anbau an die Lahntalschule. Beides ist in der Prüfung, es hängt letztlich an der Finanzierung. Landrat Schuster hat signalisiert, er erwarte bis 31.12. ein Votum aus Lahnau, ansonsten stelle der Kreis einen Bauantrag.

In der kommenden Woche befassen sich die parlamentarischen Gremien in Lahnau einmal mehr mit dem Thema. Dann ist zu sehen, zu welchem finanziellen Engagement die Gemeinde bereits ist, um den denkmalgeschützten Amthof als Schulstandort zu retten. Und, ob eine kommunale Trägerschaft denkbar ist.

Seit Januar 2010 werden die Atzbacher Grundschüler in Krofdorf-Gleiberg unterrichtet. Die Schule war dorthin komplett umgezogen, nachdem ein Gutachter gravierende statische Mängel am Amthof festgestellt hatte. Der Lahn-Dill-Kreis hat seitdem das alte Volksschul-Gebäude in Krofdorf angemietet, stellt den Bus-Transfer sicher.

Auf dem Tisch liegen zwei Planungen mit entsprechenden Kostenrahmen; Ende August hat sich damit der zur Schulzukunft einberufene »Runde Tisch« befasst; ein Ergebnis gibt es derweil noch nicht.

Der Kreis favorisiert aus Kostengründen einen Anbau an die Gesamtschule in Atzbach, die Interessengemeinschaft Grundschule Atzbach lehnt dies vehement ab mit Verweis auf das durchdachte Konzept der kleinen, überschaubaren Grundschule, und setzt auf ein Sanieren des Amthofes. Das denkmalgeschützte Gebäude würde auch die Gemeinde am liebsten wieder als Schule sehen, aber hinsichtlich der Kosten sieht man den Kreis, weil Schulträger, in der Pflicht. Beschlusslage der Gemeinde ist seit dem Frühjahr, dass bei einer Amthof-Sanierung 300 000 Euro zugeschossen werden. Die Frage ist, wie teuer die Amthof-Sanierung wird: Im Raum standen einmal 2,5 Millionen Euro, doch das von der Gemeinde beauftragte Planungsbüro hat Einsparpotenziale ermittelt. Nun werden von diesem Büro auch die Kosten des Anbaues an die LTS gegengerechnet, die bei 1,5 Millionen Euro liegen.

Wer zahlt wieviel? Wer wird Träger?

Wenn die Gemeinde Sanierung und Trägerschaft der Grundschule im Amthof übernähme, bekäme sie 1,5 Millionen Euro Baukostenzuschuss vom Kreis, plus ihre schon jetzt vorgesehenen 300 000 Euro. Bleibt die Frage, wie hoch die dann noch gegebene Deckungslücke ist. Signal des Landrates an die Lahnauer: »Wir müssen die Kommunen mit ins Boot holen, wenn sie die teurere Lösung haben wollen«, verweist er auf Haushaltsauflagen. Nach wie vor steht aber auch die Alternative im Raum, dass der Kreis Eigentümer des Amthofes bleibt und die Gemeinde Lahnau sich an den Baukosten beteiligt.

Der Kreis »regiert in Grundschulfrage kompromisslos« durch, reagierte man nach der Ansage des Landrates seitens der Interessengemeinschaft. Und hofft auf eine Lösung im Dialog mit der Gemeinde.



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Artikel vom 18.09.2011 - 12.16 Uhr
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