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Notlandung in einem Getreidefeld bei Waldgirmes

Artikel vom 09.07.2010 - 04.00 Uhr

Notlandung in einem Getreidefeld bei Waldgirmes

Gießen/Lahnau (no). Wegen eines technischen Defekts an seiner Maschine hatte am Mittwoch gegen 11.30 Uhr ein Pilot aus Langen / Südhessen in einem Getreidefeld bei Waldgirmes notlanden müssen. Das bestätigte Polizei-Pressesprecher Willi Schwarz am Donnerstag auf Nachfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung.
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In einem Getreidefeld bei Waldgirmes, unweit der nach Rodheim-Bieber führenden Landesstraße, musste am Mittwoch ein »Dallach«-Leichtflugzeug notlanden. Der Pilot aus Langen bei Frankfurt war in Egelsbach gestartet und auf dem Flug nach Osnabrück.
© Wolfgang Schick
Anwohner hätten staunend beobachtet, wie das Ultraleicht-Flugzeug unweit der Landesstraße in Richtung Rodheim-Bieber und des Waldes am Königstuhl niedergegangen sei. Der Polizei gegenüber sei zunächst von einem Segelflugzeug gesprochen worden. Der Pilot habe angegeben, in Egelsbach gestartet und auf dem Flug nach Osnabrück gewesen zu sein. Ein Landwirt aus dem Ort habe am Abend geholfen, die Maschine aus dem Feld zu ziehen, erläuterte der Sprecher des Polizei-Präsidiums in Gießen abschließend.

Das muss nach nach 21.30 Uhr gewesen sein. Zu diesem Zeitpunkt nämlich war Wolfgang Schick dort mit seinem Auto unterwegs, Inhaber eines Fotoateliers für Werbe-, Industrie- und Luftaufnahmen in Rechtenbach. Der sah das Flugzeug nach dessen ungeplanter Außenlandung. Der Schaden sei »wohl beträchtlich«, schätzte er: Aberissenes Bugrad, durch die senkrecht stehende Latte wird der Motor auch beschädigt sein. Die Fläche rechts war auch stark beschädigt.«

Dass Schick die heimische Presse mit Fotos versorgte, wird den Piloten weniger freuen. Der sagte gestern, als er von der Kreisredaktion telefonisch nach der Ursache befragt wurde: »Ich habe keinen Bock«, dessentwegen in der Zeitung zu stehen. »In diesem Sinne« betrachte er das Telefonat als »beendet«. Das hat einen Grund: Der Mann handelt mit Flugzeugen, bietet im Rhein-Main-Gebiet Rund- und Fotoflüge an.

Bei der Maschine mit dem Kennzeichen D-MXLH handelt es sich um eine »Dallach Fascination« D 4 BK, gebaut 2002. Das war leicht in Erfahrung zu bringen: Im Internet wird sie vom Eigentümer auf dessen Second-Hand-Markt für 98 790 Euro zum Verkauf angeboten.

Sein Maschinenbau-Unternehmen mit Sitz in Langen beschäftigt sich unter anderem seit Jahren mit dem Verkauf, der Finanzierung und dem Service von Ultra-Leicht-Flugzeugen und sogenannten Gyrocoptern. Die im Netz verbreitete Werbebotschaft: Mit Ultra-Leicht-Flugzeugen könne man sich »extrem sicher, wirtschaftlich und schnell von A nach B bewegen«. Und sie seien »extrem wertstabil«, könnten 21 Jahre lang abgeschrieben werden.

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