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»Meelstaa« will das Erbe von »Fäägmeel« antreten

Artikel vom 16.10.2011 - 15.02 Uhr

»Meelstaa« will das Erbe von »Fäägmeel« antreten

Lahnau (mo). Die Texte beschreiben den Herbst in der Natur und den Herbst des Lebens. Sie befassen sich mit all dem, was menschliches Miteinander ausmacht. Es sind Freude und Leid, Wohlwollen und Neid, Liebe, Gehässigkeit, aber auch das Mitgefühl. Auch das Umfeld der Menschen und ihre Arbeitswelt ist Thema.

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»Fäägmeel«-Erbverwalter »Meelstaa« sind (von links) David Domine, Berthold Schäfer und Michael Fennel. (mo)
 

Mit Liedern, die das Leben schreibt, erfreute die neue Musikformation »Meelstaa« am Samstagabend im Schützenhaus am Steinsköppel in Dorlar. »Meelstaa« ist ein Wort in oberhessischem Sprachdialekt, heißt gemeinhin Mühlstein. Und Mundart ist ein Markenzeichen des Trios, das sich als »Fäägmeel«-Erbfolger versteht.

Vorsitzender Erwin Schnabel und dessen Team der SG Lahnau waren hoch erfreut über etwa 170 Besucher.

In der Bühnenmitte saß Berthold Schäfer aus Dorlar, ehedem einer der »Fäägmeller«, der die Absicht unterstrich, »Fäägmeel«-Lieder vor dem Vergessen zu bewahren. 2005 hatten Schäfer plus Walter Krombach und Siegward Roth auf dem Schiffenberg vor 4000 Besuchern ein Abschiedskonzert gegeben.

Gitarrist und Arrangeur Schäfer war am Ball geblieben, fand in Michael Fennel (Gitarre) und David Domine (Bass) zwei neue Mitstreiter.

Der Name »Meelstaa« ist bewusst gewählt, erinnert an die Herkunft des Liedgutes. Ihre Musik beschreiben die drei Akteure als eine Mischung aus Country, Rock ’n» Roll, Folk und Blues. Eine Schublade dafür gebe es nicht. Auf alle Fälle wollen die Musiker wegen des Dialektes nicht in eine dümmliche Ecke gestellt werden. Berthold Schäfer: »Viele der Lieder sind noch genau so aktuell wie vor 15 Jahren; doch heute singe ich manche Lieder anders, besonders die, die mir aus der Seele sprechen.«

Nach neunmonatiger Probenphase wagte sich das Trio in Dorlar erstmals an die Öffentlichkeit. Und das mit Erfolg, wie viele begeisterte Zuhörer bestätigten. Etwa 30 Lieder waren zu hören, darunter »De Himmel eas bloo«, »Eisblomme«, »Ean de Kirch«, »Prinz und Prinzessin«, »Herzelaad«, »Biejelbreat« – und die legendäre »Ruure Roiwe Roppmaschin«.

Nächstes Konzert: Sonntag, 23. Oktober, Bürgerhaus Rechtenbach.

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