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Kleine, familienähnliche Wohnformen im BeneVit-Heim

Artikel vom 31.10.2011 - 11.44 Uhr

Kleine, familienähnliche Wohnformen im BeneVit-Heim

Lahnau (gge). Mit der symbolischen Schlüsselübergabe durch den Architekten Norbert Saur an den Geschäftsführer der BeneVit Pflege GmbH, Kaspar Pfister und den Vertreter der Swiss Life AG (Eigentümer und Investor), Robert Krois, öffnete am Freitag das neue Pflegeheim »Haus Auengarten« in Atzbach seine Pforten.

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Feierliche Schlüsselübergabe durch Architekt Norbert Saur an Kaspar Pfister (links) von BeneVit und Robert Krois vom Investor Swiss LifeAG. (Fotos: gge)
Der festlichen Einweihungszeremonie wohnten 140 Ehrengäste bei. Die ersten Bewohner sollen bereits mit Beginn der neuen Woche hier einziehen.

Das zweiflügelige Gebäude in der neu benannten Straße »Am grünen Damm« (zuvor Am Bettengraben) entstand auf einer Grundfläche von 2000 Quadratmetern. Die Hausgemeinschaft lebt auf drei Etagen in sechs Wohnungen mit jeweils 12 bis 14 Bewohnern. Zusätzlich im Dachgeschoss befinden sich die Funktionsräume mit Büros und Verwaltungseinrichtungen. 78 Wohnplätze für ältere hilfsbedürftige Menschen stehen zur Verfügung. Etwa 65 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl der Bewohner und gewährleisten eine professionelle Pflege.

»Geschenk an unsere Gemeinde«

Das Konzept des Betreibers BeneVit favorisiert kleine familienähnliche Wohnformen, worin 12 bis 14 Bewohner gemeinsam eine Wohnung nutzen. Diese verfügt über eine eigene Küche, Esszimmer, Wohnzimmer mit Kaminofen, Nebenräume und die erforderlichen sanitären Anlagen. Es gibt 58 barrierefreie Bäder. Das Konzept soll Sicherheit und Geborgenheit vermitteln und baut auf gemeinschaftliche Aktivitäten. Das Normalitätsprinzip, so die BeneVit-Philosophie, steht an erster Stelle. Der Tagesablauf wird nicht durch die Pflege, sondern durch normale Alltagsaktivitäten bestimmt.

Den Reigen zahlreicher Grußworte beschloss Kaspar Pfister mit seinem Festvortrag, in dem er sich unter anderem sehr kritisch mit dem Image der deutschen Altenpflege auseinandersetzte. Statt den Weg für Veränderungen und Lösungen zu ebnen, werde das System durch immer noch mehr neue Gesetze, Auflagen und Kontrollen ausgebremst. »Altenhilfe«, so Pfister »ist weder ambulant noch stationär nur ein Kostenfaktor, sondern schafft Arbeitsplätze, erschließt Steuern und Sozialabgaben und verbindet so soziale Dienstleistung und soziale Verantwortung mit wirtschaftlichem Nutzen«, prangerte er die Einseitigkeit der Pflegediskussion an. Sein Appell: »Lassen Sie uns alle gemeinsam darum ringen, für Lahnau und die Region etwas Gutes entstehen zu lassen«.

Davon war Bürgermeister Eckhard Schultz bereits überzeugt, der gerne »dieses Geschenk an unsere Gemeinde« auspackte. Schultz hatte zahlreiche Ehrengäste begrüßt, darunter auch eine Delegation aus der Partnergemeinde Geraberg, Landrat Wolfgang Schuster und den Lahnauer Ehrenbürgermeister Dieter Jung. Sein besonderer Dank galt den Fachabteilungen des Lahn-Dill-Kreises für deren konstruktive Begleitung bei der Planung und dem Bau des Projektes. Schultz lobte die beispielhafte Sachkompetenz von BeneVit und bezeichnete deren Einrichtungen als beispielhaft.



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Artikel vom 31.10.2011 - 11.44 Uhr
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