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25 Jahre Wassersportverein Lahnau

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Artikel vom 24.07.2014 - 14.44 Uhr

25 Jahre Wassersportverein Lahnau

Lahnau (sel). Dass sich vor nun 25 Jahren in Lahnau ein Wassersportverein gründete, ist eigentlich einer Schimäre zu verdanken. Bekanntlich hatte sich die Stadt Frankfurt in den 1990er Jahren um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2012 – die dann letztlich in London stattfanden – beworben. Und schon in den 1980er Jahren, also bereits weit im Vorfeld der offiziellen Bewerbung, gab es Ideen und Visionen unterschiedlichster Art. Daran wird beim Fest am Sonntag sicherlich auch erinnert.

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Die Hälfte der Mitglieder des WSV Lahnau samt Vereinshund Lotte inmitten der Yachten am Ostende des Dutenhofener Sees. (Foto: sel)
Unter anderem die, dass die olympischen Ruderwettbewerbe in der Lahnaue zwischen Wetzlar und Gießen ausgetragen werden könnten. Baggerseen gab es dort damals reichlich. Diese zu einer olympiatauglichen Regattastrecke auszubauen und zusammenzuführen, waren zwar keine konkreten, jedoch durchaus grundsätzliche Überlegungen.

Und sollte die Lahnaue wirklich olympische Wettkampfstätte werden, dann wollten einige Lahnauer nicht außen vor stehen, sondern, so die idealistische und wohl auch wirklichkeitsfremde Vorstellung, »irgendwie mitmischen«. Also gründeten am 19. Februar 1989 sieben Personen, überwiegend aus Lahnau, nicht zuletzt aufgrund dieser olympischen Planspiele und »Träumereien« am Dutenhofener See den Wassersportverein Lahnau, der in der Praxis eigentlich ein Segelverein ist: Siegfried Heil, Gerd Betz, Rainer Gerlach, Helmut Höhle, Armin Schwarz, Detlef Kwast und Bernd Gerhard.

Da auf Lahnauer Gebiet Gründen kein geeignetes Gewässer zur Verfügung stand, wurde der Dutenhofener See Heimat des WSV Lahnauer. Das Vereinsgelände befand sich damals – fußend auf einem Pacht- und Nutzungsvertrag mit der damaligen die Lahnaue durch Auskiesung wirtschaftlich nutzenden Lahnpark GmbH (ausdrücklich nicht zu verwechseln mit der heutigen, vor vier Jahren gegründeten Lahnpark GmbH) in unmittelbarer Nachbarschaft zum »Anker«. 1995 wurde dann amtlich festgestellt, dass das Vereinsgelände, westlich im direkten Anschluss zum Sandstrand gelegen, nicht »bebauungsplangerecht« sei. Ein Einspruch des Vereins ging bis vors Verwaltungsgericht und wurde von diesem abschlägig beschieden. Der Verein musste daraufhin alle seine Anlagen zurückbauen und verändern, die Kaimauer, den Zugang zum See, der Steg, das Gelände für die Wohnwagen.

Daraus erwuchs die Suche nach Alternativen. Zum Beispiel jene des Beitritts des WSV Lahnau zum deutlich älteren, größeren und auf der gegenüberliegenden Ostseite des Dutenhofener Sees angesiedelten Segelclubs Gießen. Diese Überlegung konnte sich aber nicht durchsetzen, die Selbständigkeit war für die Lahnauer dann doch ein zu hohes Gut. Schließlich rückte ein Grundstück am Ostende des Sees in unmittelbarer Nachbarschaft zum Vereinsgelände des Segelclubs Gießen in den Fokus. Nach einigen Gesprächen mit den Eigentümern wechselte das Gelände 2003 den Besitzer. Im gleichen Jahr erhielt der Verein die Genehmigung zum Bau eines Funktionsgebäudes, das in Eigenleistung realisiert wurde.

Offen für weitere Mitglieder

Seither spielt sich das rege Vereinsleben an dieser Stelle ab, in guter Nachbarschaft zum Segelclub Gießen. Im Laufe der Sommermonate ist immer dienstags Leben am Vereinsheim, bei dem die Geselligkeit besonders gepflegt wird. »Wir haben Spaß am Segeln und richten jedes Jahr drei vereinsinterne Regatten aus«, berichtet Vorsitzender Dieter Enders (Atzbach). Hinzu kommen Vereinsfahrten mit Booten nach Holland, an den Edersee, den Müritzsee oder andere schöne Segelorte. »Einige der 46 Vereinsmitglieder chartern auch mal eine Yacht an der Ostsee, im Mittelmeer oder in der Karibik. Für Gäste – und natürlich auch neue Mitglieder, stehen die Türen des Vereins(geländes) jederzeit offen«, so Enders.

Neben dem Vorsitzenden Dieter Enders gehören dem Vorstand des WSV Lahnau im Jubiläumsjahr 25 weiter an: 2. Vorsitzender Johannes Klameth (Heuchelheim), Kasssierer Rainer Gerlach (Dorlar), Schriftführer Hans Gauf (Atzbach), Pressewart Udo Kornmann (Atzbach) sowie die beiden Technischen Warte Klaus W. Dietrich (Großen-Linden) und Roland Schäfer (Wetzlar).

Am Sonntag, 27. Juli, feiert der WSV Lahnau sein Sommerfest auf dem Vereinsgelände am See. Zwischen 11 und 18 Uhr sind alle Vereinsmitglieder, insbesondere aber die interessierte Öffentlichkeit, zum Mitfeiern eingeladen.

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Artikel vom 24.07.2014 - 14.44 Uhr
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